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Störfälle bei alten Kernkraftwerken wie hoch ist das Risiko?
Störfälle bei alten Kernkraftwerken wie hoch ist das Risiko?24.08.2009, 14:31 Uhr
Durch die Verlängerung von Laufzeiten bei älteren Atomkraftwerken erhöht sich das Risiko für Störfälle erheblich. Das zumindest behauptet eine Studie des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND).Nach dieser Studie seien ältere Atomkraftwerke bei einer Verlängerung der Laufzeiten echte Risikofaktoren, da ihre veraltete Technik immer öfter zu massiven Störungen neige. Besonders die Ereignisse der letzten Zeit in Krümmel geben Anlass zur Sorge. Doch auch andere Reaktoren werden in der Studie genannt. Biblis A und B, Philippsburg 1, Isar 1, Unterweser, Neckarwestheim und Brunsbüttel tauchen ebenfalls in der Liste der besonders gefährdeten Reaktoren auf. Spezielle Probleme wie altersbedingter Verschleiß seien kaum zu kontrollieren, weswegen die Forderungen von CDU, CSU und FDP nach Laufzeitverlängerungen ein Skandal sei, so der BUND.Der Vorsitzende des BUND, Hubert Weiger, wies darauf hin, dass die betroffenen Kernkraftwerke unter diesen Umständen niemals eine Neuzulassung nach heutigen Standards bekommen würden. Eine sofortige Stilllegung der ältesten Reaktoren sei daher ohne Alternative. Neben den konstruktiven Mängeln und dem zu erwartenden Materialverschleiß seien vor allem auch eine unzureichende Notstromversorgung sowie mangelhafter Schutz gegen terroristische Angriffe ein unzumutbares Risiko für die Bevölkerung. Der Profit der Energiekonzerne dürfe nicht vor der öffentlichen Sicherheit stehen.
