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Anwohner fordern Schließung von Krümmel
Anwohner fordern Schließung von Krümmel25.08.2009, 20:29 Uhr
Wegen der Störfälle der letzten Zeit versuchen die Bürger nun, eine Stilllegung des Atomkraftwerks zu erreichen. Greenpeace unterstützt sie dabei.Nach den wiederholten Störfällen im Kernkraftwerk Krümmel haben die Bürger große Angst vor weiteren, möglicherweise schweren Störfällen. Die Umweltorganisation Greenpeace teilt diese Befürchtungen und hat am 11.08. bei der schleswig-holsteinischen Atomaufsichtsbehörde den Widerruf der Betriebsgenehmigung für das AKW beantragt.Greenpeace beruft sich dabei auf das Atomgesetz. Fachkunde und Zuverlässigkeit des Betreibers sind danach eine Grundvoraussetzung für den Betrieb eines Atomkraftwerks. Im Fall von Krümmel sieht Greenpeace nach den wiederholten Pannen genau diese Punkte beim Energiekonzern Vattenfall für nicht mehr gegeben. Im Jahr 2007 verursachte ein Kurzschluss in einem Transformator einen Brand, aufgrund dessen der Atommeiler vom Netz genommen wurde. Zwei Jahre lang dauerte die Reparatur und Überprüfung der gesamten Anlage. Als der Reaktor Ende Juni 2009 erneut angefahren wurde, musste er wegen drei weiterer Störfälle innerhalb von zwei Wochen wieder abgeschaltet werden. Seitdem ist Krümmel außer Betrieb.
Die Atomaufsicht des Landes Schleswig-Holstein gibt an, dass die Überprüfung der Anlage noch in vollem Gange sei. Greenpeace hat bereits angekündigt, im Falle einer Verschleppung des Antrags durch die Behörde den Klageweg beim zuständigen Verwaltungsgericht zu gehen.
