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Kartellbildung auf dem Energiemarkt beenden
Kartellbildung auf dem Energiemarkt beenden25.08.2009, 20:42 Uhr
Die vier größten Energiekonzerne haben den Strommarkt in Deutschland unter sich aufgeteilt. Nach Ansicht von Verbrauchergruppen behindert dies einen freien Wettbewerb und führt zu höheren Preisen als notwendig.Seit längerer Zeit fordern verschiedene Verbraucherverbände mehr Wettbewerb auf dem deutschen Energiemarkt. Der VEA (Bundesverband der Energieabnehmer e.V.) hat diese Kritik erneuert, da sich immer noch nichts Wesentliches auf dem Markt geändert habe. Die vier Konzerne E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall kontrollieren etwa 80 Prozent aller Kraftwerke in Deutschland. Zudem importieren zwei Tochterfirmen der Konzerne gemeinsam mit einem Drittanbieter den Großteil an Erdgas. Auf regionaler Ebene bilden laut Aussage des VEA die über 700 kleineren Stadtwerke monopolartige Strukturen in ihren Versorgungsgebieten. All dies sei für den Endverbraucher und die Preisentwicklung am Strommarkt extrem unvorteilhaft.Den Hauptgrund in der Monopolstellung der Großkonzerne sehen die Verbrauchergruppen in der Tatsache, dass die Energieriesen ihre Vormachtstellung im Bereich der Hochspannungsleitungen und Ferngasnetze missbrauchen. Der VEA fordert daher einen Verkauf oder zumindest eine Ausgliederung dieser Transportnetze, um anderen Anbietern einen besseren und günstigeren Zugang für die überregionale und regionale Versorgung bieten zu können. Eine EU-Vorschrift sieht diese Maßnahme ab Herbst 2010 vor- in den Augen des VEA nicht schnell und konsequent genug.
