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Händler hamstern Glühbirnen

Händler hamstern Glühbirnen02.09.2009, 21:40 Uhr

Das EU-weite Glühbirnenverbot wirft seine Schatten voraus: Händler wie Verbraucher decken sich mit Glühbirnen einAb dem 1. September 2009 dürfen laut der umstrittenen EU-Regelung keine matten Glühbirnen und klaren Leuchten mit mehr als 75 Watt mehr verkauft werden. In anderen Ländern haben die meisten Händler inzwischen die Werbung für Energiesparlampen verstärkt, während in Deutschland viele Händler ihre Lagerbestände an herkömmlichen Glühbirnen auffüllen. Statt eines verstärkten Absatzes für Energiesparlampen werden mittlerweile Rekordabsätze für Glühbirnen verzeichnet.

Da Restbestände abverkauft werden dürfen, ist diese Praktik durchaus legal. Der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) aber gefällt dieses Verhalten nicht, weswegen sie gegen das Hamstern herkömmlicher Glühbirnen vorgehen möchte.

Der Sinn des Glühbirnenverbots ist indes längst umstritten. Namhafte Testorganisationen wie Ökotest stellen immer wieder fest, dass die Energiesparlampen weder die versprochene Langlebigkeit erreichen, noch ein gleichwertiger Ersatz hinsichtlich der Lichtstärke sind, die oft gerade einmal die Hälfte einer Glühbirne erreicht. Außerdem gibt es mehr und mehr Stimmen, die das unnatürliche Lichtspektrum und die hohen elektromagnetischen Strahlungen der Energiesparlampen kritisieren, die teilweise bis zu 12fach über den Grenzwerten liegen, die bei Computermonitoren vorgeschrieben sind. Die langfristigen Auswirkungen auf Menschen, die permanent diesem Kunstlicht ausgesetzt sind, seien noch nicht absehbar. Größter Kritikpunkt ist aber die Verwendung von Quecksilber in Energiesparlampen. Während Glühbirnen problemlos entsorgt werden können, muss bei einer zerbrochenen Energieeinsparlampe im Prinzip die Feuerwehr gerufen werden. Es sei nicht nachvollziehbar, so ein Sprecher von Ökotest, dass die EU einerseits Fieberthermometer mit Quecksilber verbiete, aber andererseits die Energiesparlampen als ökologisches Allheilmittel preise.



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