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Parteien und der Umweltschutz: Womit hat der Bürger nach der Wahl zu rechnen?
Parteien und der Umweltschutz: Womit hat der Bürger nach der Wahl zu rechnen?12.09.2009, 22:42 Uhr
Die Bundestagswahlen stehen kurz bevor. Am 27. September entscheidet der Wähler über die zukünftige Regierung in Deutschland. Wie sehen die Programme der Parteien hinsichtlich der Umwelt- und Energiepolitik aus?Atompolitik wird zum Knackpunkt der EnergiepolitikDie CDU/CSU bezieht eindeutig Stellung: Laufzeiten für Kernkraftwerke sollen verlängert werden und die Atomkraft weiterhin ein wichtiger Pfeiler der Energieversorgung in Deutschland bleiben. Neue Atomkraftwerke sollen allerdings nicht gebaut werden. Zusätzliche Gewinne der Betreiber von Atomanlagen sollen in die Entwicklung erneuerbarer Energien gesteckt werden. Fossile Brennstoffe sollen weiterhin genutzt und Technologien zur CO2-Abscheidung eingesetzt werden. Bis 2020 möchte die CDU/CSU den CO2-Ausstoß um 40% vermindern.
Nach Willen der SPD soll der Atomausstieg bis 2021 vollendet werden; die Betreiber sollen sich an den Kosten für die Sanierung maroder Endlager wie Asse beteiligen. Bis 2020 sollen erneuerbare Energien einen Anteil von 35% in der Stromerzeugung haben. Auch Maßnahmen zur Einsparung beim Energieverbrauch sollen gefördert werden.
Die Grünen wollen einen Ausstieg aus der Atomkraft ohne Verlängerung von Laufzeiten für alte Kraftwerke. Alte und störanfällige Reaktoren sollen sofort vom Netz. Bis 2020 sollen 40% Strom und 30% Wärmeenergie aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Neuwagen sollen strenge CO2-Normen einhalten und ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen wird angestrebt.
Die Linke möchte alle Kernreaktoren sofort abschalten. Auch fossile Energieträger sollen nicht mehr genutzt werden und von regenerativen Energiequellen ersetzt werden. Auch die Linke möchte ein Tempolimit von 120 km/h durchsetzen.
Die FDP schließlich teilt die Ansichten der CDU/CSU und möchte keinen schnellen Atomausstieg. Ältere Kraftwerke sollen länger am Netz bleiben. Zum Ausgleich sollen sich die Betreiber an einer Stiftung zur Energieforschung finanziell beteiligen. Auch den internationalen Emissionshandel will die FDP weiter ausbauen.
