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Beratung beim Kauf von Energiesparlampen mangelhaft
Beratung beim Kauf von Energiesparlampen mangelhaft12.09.2009, 22:44 Uhr
222 Geschäfte in 34 Städten wurden von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen unter die Lupe genommen. Baumärkte und Drogeriemärkte waren ebenso darunter wie Fachgeschäfte für Lampen. Anlass für den Test war das aktuelle Glühbirnenverbot der EU.Wichtige Fragen falsch beantwortetBei den Testkäufen wiesen die Verkäufer gravierende Defizite auf. So konnten lediglich 25% etwas mit der Lumen-Angabe auf den Verpackungen anfangen. Die Helligkeit einer Lampe richtet sich nach dieser Angabe und ist für viele Käufer sehr wichtig, die nicht nur Strom sparen möchten, sondern auch eine ebenso helles Licht wollen wie zuvor. Die Problematik der Entsorgung ist ein anderes Thema. Etwa ein Drittel der Verkäufer hatte keine Kenntnis von der Tatsache, dass Energiesparlampen aufgrund ihres Gehaltes an Quecksilber als Sondermüll entsorgt werden müssen.
Wattzahlen unbekannte Größe
Ganz düster sah es mit der Kompetenz in Sachen Wattzahlen aus. Ein Drittel der getesteten Verkäufer war nicht in der Lage, den Verbraucher richtig zu beraten. Zwar war bekannt, dass Energiesparlampen im Vergleich zu normalen Glühlampen weniger Strom verbrauchen. Dass der Stromverbrauch aber bis zu fünfmal geringer ist und somit eine Energiesparlampe mit 20 Watt eine Glühbirne mit 100 Watt ersetzen kann, war diesen Verkäufern nicht geläufig. Besonders in Drogeriemärkten waren die Verkäufer ahnungslos: Bis zu 90% konnten keine korrekten Angaben zu den Wattzahlen machen.
Lichtblick in Fachgeschäften
Allerdings gab es auch positive Ergebnisse. Die Verkäufer in Lampengeschäften zeichneten sich durch eine allgemein bessere Kenntnis der Produkte aus. Hier konnten 86% die korrekte Wattzahl nennen und beinahe alle Geschäfte wiesen den Käufer auf die korrekte Entsorgung der Energiesparlampen hin. Aber auch in den Fachgeschäften scheiterte ein Drittel an der Lumen-Angabe.
