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Atomendlager in Gorleben erneut im Kreuzfeuer

Atomendlager in Gorleben erneut im Kreuzfeuer12.09.2009, 22:48 Uhr

Die Entsorgung von Atommüll bleibt eine problematische Angelegenheit. Während die Befürworter von Atomstrom die geplanten Endlager für sicher halten, gibt es nach der Pannenserie im Salzstock Asse nun auch neue Bedenken gegen GorlebenNach neuen Erkenntnissen hat die Bundesregierung von Kanzler Kohl in den frühen Achtzigern offenbar massiv Einfluss auf ein Gutachten der physikalisch-technischen Bundesanstalt genommen. Die PTB war seinerzeit damit beauftragt worden, die Eignung von Gorleben als atomares Endlager zu überprüfen.

Skandal oder Wahlkampfgetöse?
Laut Bundesumweltminister Gabriel (SPD) sei es ein „handfester Skandal“, dass die Kohl-Regierung in einem Fernschreiben die Wissenschaftler aufgefordert habe, bestimmte Passagen im Gutachten nach ihren Wünschen zu ändern. In diesen Passagen war das Eindringen von Grundwasser in das Endlager mit den entsprechenden Folgen als Möglichkeit behandelt worden. Die damalige Regierung hielt diese Art von Störfall für unbedeutend und unwahrscheinlich. Nach den Problemen im Lager Asse, das nach dem Eindringen von Wasser nun einsturzgefährdet ist, stellt sich erneut die Frage nach der sicheren Entsorgung von Atommüll.

Aufklärung zugesichert
Während Bundeskanzlerin Merkel eine umfassende Aufklärung zugesichert hat, wies der damals verantwortliche Bundesforschungsminister Heinz Riesenhuber (CDU) die Berichte über Manipulationen als „Wahlkampfgetöse“ zurück. Die Grünen wollen die Vorwürfe zum Anlass nehmen, im neu gewählten Bundestag sofort einen Untersuchungsausschuss zu diesem Thema einzusetzen.



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