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Nach der Wahl: Diskussion um AKW-Laufzeiten neu entbrannt

Nach der Wahl: Diskussion um AKW-Laufzeiten neu entbrannt10.10.2009, 15:09 Uhr

Nach der Bundestagswahl und dem Sieg von Schwarz-Gelb fürchten viele Umweltschützer nun eine Umkehr beim Atomausstieg. Der RWE-Chef bringt bereits längere Laufzeiten für Atomkraftwerke ins SpielObwohl Bundeskanzlerin Merkel ausgeschlossen hat, dass neue Kernkraftwerke gebaut werden sollen, gilt eine Verlängerung der Laufzeiten für ältere Atomkraftwerke nach dem Wahlsieg durchaus als möglich. Sowohl CDU/CSU als auch FDP haben sich wiederholt für ein Umdenken beim Atomausstieg ausgesprochen.


Investition der Gewinne in neue Energien?

RWE-Vorstandschef Jürgen Großmann plädiert dafür, alle Kraftwerke solange am Netz zu lassen, wie der sichere Betrieb gewährleistet sei. Ein eventueller Mehrwert, der sich durch die Laufzeitverlängerung ergibt, müsse nicht unbedingt bei den Energieversorgern verbleiben. So könnten die Gewinne durchaus auch in erneuerbare Energien investiert werden, so Großmann. Leitungen für den Transport von Windenergie aus dem Norden in den Süden seien nur ein denkbares Beispiel dafür.


Kampf um Atomausstieg

Diese Entwicklungen sorgen bei weiten Teilen der Umweltschützer und in den anderen Parteien für Unmut. Vertreter von SPD und Grünen erklärten, dass ein Festhalten am Atomausstieg unabdingbar sei und forderten die neue Bundesregierung dazu auf, diese Vereinbarungen nicht auszuhebeln. Man werde für die Beibehaltung des Atomausstiegs kämpfen.


Harte Verhandlungen

Die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) hat in einem Zeitungsinterview erklärt, dass die neue Koalition mit den Atomkonzernen hart verhandeln werde. Diskussionsbedarf sei in jedem Fall gegeben, so Gönner. Eine Verlängerung der Laufzeiten dürfe nicht zu einem erhöhten CO2-Ausstoß in anderen Bereichen führen.



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