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Geothermie am Flughafen Frankfurt

Geothermie am Flughafen Frankfurt05.11.2009, 23:55 Uhr

Auch am größten Flughafen Deutschlands macht man sich Gedanken um eine effektivere Energieversorgung. Kein Wunder: Der Airport Frankfurt hat den Energiebedarf einer größeren StadtDer Frankfurter Flughafen wächst und wird dies auch in Zukunft tun. Mit der Größe wächst auch der Bedarf an Energie. Als einer der größten Flughäfen Europas verbraucht der Koloss in etwa die gleiche Energie wie die Stadt Hanau. Daher denkt der Eigentümer Fraport nun über die Erschließung eines Geothermiefeldes im nahen Walldorf nach. Hier soll Energie in Form von Wasserdampf genutzt und gemeinsam mit Biogas in einem speziellen Hybridkraftwerk zur Stromerzeugung und Wärmegewinnung verwendet werden.

Terminal 3 wird mit erneuerbaren Energien versorgt
Natürlich wird das Projekt nicht den gesamten Flughafen auch nur ansatzweise mit Energie versorgen können. Aber die Versorgung des in Zukunft zu errichtenden Terminals 3 könnte zumindest zu erheblichen Teilen aus diesem Hybridkraftwerk stammen, so ein Sprecher der Fraport AG. Das Joint Venture der beiden Firmen D&S Geo Innogy und Fraport könnte dabei wegweisend für andere Projekte werden.

Keine Sicherheitsbedenken
Bedenken mancher Anwohner der betroffenen Gegend bezüglich der 2400 Meter tiefen Bohrungen weisen Experten indes zurück. Es sei weder mit Verwerfungen der Erde noch mit der Bildung von Rissen in Gebäuden zu rechnen, da die Tiefenbohrung ein sehr sicheres Verfahren sei. Geothermie zählt zu den erneuerbaren Energien und bezieht ihr Potential aus warmen Wasservorkommen im tiefen Erdinneren. Dabei ist noch nicht sicher, wie tief man bohren muss oder welche Temperatur das Wasser haben wird. Es gilt: Je heißer das Wasser, desto weniger Biogas muss hinzugefeuert werden, um das Kraftwerk zu betreiben. Dennoch ist man sich auf Seiten der Betreiber sicher, dass eine hinreichende Effizienz bei dem Verfahren garantiert werden kann.



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