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Geringere Vergütung für Solarstrom ab 2010

Geringere Vergütung für Solarstrom ab 201006.11.2009, 16:18 Uhr

Die Bundesnetzagentur hat mitgeteilt, dass die Vergütung für Photovoltaikanlagen ab dem Jahr 2010 zwischen neun und elf Prozent niedriger ausfallen wird als im Moment.Viele Nutzer von Anlagen zur Solarstromerzeugung auf dem heimischen Dach profitieren von den teilweise recht hohen Vergütungen für die Einspeisung des Stroms in das öffentliche Netz. Wiederholt haben Wirtschaftsexperten gefordert, diese Vergütung zu reduzieren, da sie den Strom künstlich verteuert und von den Verbrauchern bezahlt wird, die keinen Solarstrom erzeugen. Wie stark die Vergütung sinken wird, ergibt sich aus dem Gesetz über die erneuerbaren Energien.

Förderung von Solarstrom reduziert sich
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) legt fest, wie stark die Vergütung jedes Jahr sinkt. Bezugspunkt ist hierbei die Größe der zuletzt installierten Leistung, die durch Solarstrom erzeugt wird. Im vergangenen Jahr sind etwa 2300 Megawatt an zusätzlicher Solarleistung auf deutschen Dächern installiert worden. Wird ein Grenzwert von 1500 Megawatt überschritten, reduziert sich die zukünftige Vergütung deutlich stärker. Anspruch auf eine Vergütung von Solarstrom hat jeder, der eine entsprechende Anlage auf seinem Dach installiert. Die staatliche Garantie für die Einspeisungsvergütung gilt für 20 Jahre ab Montage der Solaranlage. Laut neuesten Berechnungen schlägt die Solarförderung mit etwa 13 Milliarden Euro in den kommenden 20 Jahren zu Buche.

Höhere Strompreise als Folge der Förderung
Bezahlt wird die Vergütung allerdings nicht etwa aus Steuermitteln, sondern meist von den Stromkunden, da die Stromkonzerne diese Mehrkosten fast immer auf den Strompreis aufschlagen. Skeptiker beklagen das Missverhältnis zwischen den Kosten der Vergütung und des geringen Anteils von Solarstrom an der Gesamtstromerzeugung, welche in Deutschland nicht mehr als 0,6 Prozent beträgt.



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