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Eon verkauft Stromnetz für 1,1 Milliarden Euro

Eon verkauft Stromnetz für 1,1 Milliarden Euro11.11.2009, 07:20 Uhr

Nachdem die EU-Kommission mit Kartellstrafen gedroht hatte, verkauft der größte deutsche Energiekonzern Eon nun sein Hochspannungsnetz an den niederländischen Konzern TennetWie das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf bekanntgab, wird das Stromnetz von Eon für eine Summe von etwa 1,1 Milliarden Euro den Besitzer wechseln. Damit kommt der Konzern einer Forderung der EU-Kommission nach, die eine Neuordnung der deutschen Stromnetze gefordert hatte. Bei dem verkauften Stromnetz handelt es sich um das sogenannte Höchstspannungsnetz, das für den Transport der Energie über lange Strecken eingesetzt wird.

Druck auf andere Konzerne wächst
Nach Vattenfall ist Eon somit der zweite der großen Stromkonzerne, der sein Stromnetz verkauft. RWE und EnBW hingegen wollen ihre Hochspannungsnetze vorerst behalten. Allerdings wird der Druck auf diese beiden Konzerne nach der Verkaufsentscheidung von Eon nach Meinung von Branchenexperten deutlich höher werden. Neben den kartellrechtlichen Fragen spielt aber auch der Ausbau der Windenergie eine Rolle. Wenn in den nächsten Jahren die Realisierung neuer Windenergie-Anlagen Gestalt annimmt, muss auch das Stromnetz erweitert und ausgebaut werden. Gerade an der Küste ist dies aber mit hohen Kosten verbunden. Um diese Milliardenausgaben zu sparen, hat Eon nun die Verkaufsentscheidung zugunsten des niederländischen Konzerns Tennet vorangetrieben.

Auswirkungen auf Regierungspläne
Auswirkungen dürfte der Verkauf des Hochspannungsnetzes auch hinsichtlich der geplanten „Deutschen Netz AG“ haben, die von der Bundesregierung angestrebt wird. Zweck dieser Planungen war es, die Übertragungsleitungen aus dem Besitz der Stromkonzerne auszukoppeln. Durch den Verkauf der Netze durch Vattenfall und EON haben allerdings zwei der vier großen Stromkonzerne bereits Tatsachen geschaffen, die nicht mehr ohne Weiteres umzukehren sein werden.



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