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Mini-Windkraftwerk als Stromquelle für Arme

Mini-Windkraftwerk als Stromquelle für Arme11.11.2009, 16:09 Uhr

Studenten der Universität Kassel haben ein Windrad mit einfachsten Mitteln konstruiert, das Wind in eine Kilowattstunde Strom umwandelt. Das Konzept ist in erster Linie für Entwicklungsländer gedachtIn England hat eine ähnliche Gruppe unter dem Namen „V3 Windpower Team“ bereits Windräder in Eigenregie konstruiert. Dies nahmen die Kasseler Studenten zum Vorbild und bauten innerhalb kürzester Zeit eine eigene Version. Ziel war es, mit möglichst wenig technischem und finanziellem Aufwand ein zuverlässiges Windrad zu bauen, das in armen Ländern eine minimale Versorgung mit Strom sicherstellen soll.

Sendemast und Autoteile
Das Klenstwindkraftwerk entstand nach einem Besuch des Studenten Matthias Kößler, der sich in England aus erster Hand Informationen vom V3-Team in Nottingham geholt hat. Die 20 Studenten der Studiengänge Maschinenbau, Elektrotechnik und Ökologische Landwirtschaft bauten innerhalb einer Woche das kleine Windkraftwerk zusammen. Als Hauptkomponenten dienten hierbei ein handelsübliches Autoradlager, sowie ein alter Sendemast. Errichtet wurde das Kleinstwindkraftwerk auf einem Universitätsgelände in Witzenhausen.

Potential des Konzepts
Eine Kilowattstunde Strom ist für unsere Verhältnisse nicht viel, reicht aber laut Kößler für den Betrieb von 50 Glühbirnen mit jeweils 20 Watt aus. In Entwicklungsländern lasse sich mit einer solchen Strommenge durchaus etwas anfangen. Außerdem ist das Potential der Kleinstwindkraftwerke natürlich noch nicht ausgereizt. Je größer das Windrad, desto höher die Effizienz. Zwei Kilowatt seien keine Illusion. Größere Mengen an Strom scheitern allerdings an der Statik der Konstruktion. Würde man die Anlagen für eine höhere Strommenge auslegen, müssten sie so groß werden, dass eine sichere Standfestigkeit nicht mehr garantiert werden kann.



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