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Brennstoffzellen zur Stromerzeugung im Großversuch
Brennstoffzellen zur Stromerzeugung im Großversuch12.11.2009, 15:41 Uhr
Der größte deutsche Stromkonzern EON hat ein neues Pilotprojekt mit Brennstoffzellen gestartet. Wärme und Strom sollen mit dieser Technologie zukünftig den Energiebedarf von Einfamilienhäusern deckenBrennstoffzellen gelten als sehr effizient und schadstoffarm. Bisher sind sie aber teuer und zu groß für den flächendeckenden Einsatz. Die meisten Anwendungen beziehen sich auf Elektroautos, aber auch andere Anwendungsgebiete sind denkbar.Wärme und Strom zugleich
Eon hat nun einen Großversuch gestartet, bei dem Brennstoffzellen sowohl Wärme als auch Strom für Einfamilienhäuser erzeugen sollen. Der Großversuch ist in Norddeutschland auf einhundert Geräte ausgelegt, von denen das erste nun auf dem Hamburger Traditionssegler Rickmer Rickmers in Betrieb ging. Insgesamt sollen im Rahmen des Projektes 800 Brennstoffzellen in ganz Deutschland ihre Arbeit verrichten.
Hoher Wirkungsgrad
Der Wirkungsgrad der Anlagen gilt als extrem hoch, da sie nicht nur den Strom, sondern auch die Heizwärme direkt in einem Arbeitsschritt produzieren. Somit kann die im Erdgas enthaltene Energie optimal ausgenutzt werden. Der EON-Vorstandschef Bernotat erklärte am Donnerstag, dass der Einsatz der effizienten und sauberen Brennstoffzellen-Technologie im Eigenheim ein bedeutender Schritt sei.
Zunehmende Bedeutung im Alltag
Brennstoffzellen werden derzeit in erster Linie in Projekten für Elektroautos verwendet. Die bekannteste Anwendung von Brennstoffzellen dürfte die neue U-Boot-Klasse 212A der Deutschen Marine sein, die seit mehreren Jahren mit dieser geräuschlosen Antriebsart unterwegs ist. Aber auch im Alltag werden Brennstoffzellen in den kommenden Jahren immer größere Verbreitung finden.
