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RWE in Bedrängnis: Konzern verliert Stromkunden
RWE in Bedrängnis: Konzern verliert Stromkunden13.11.2009, 14:07 Uhr
Zunehmende Konkurrenz auf dem Strommarkt und die Wirtschaftskrise haben zu starken Einbußen für den zweitgrößten Stromkonzern Deutschlands geführt. RWE hat im dritten Quartal 25.000 Stromkunden verloren, konnte auf dem Billigstromsektor mit Eprimo aber nur 23.000 neue Kunden gewinnenAuch die Gewinne gingen im gleichen Zeitraum stark zurück. Im Vergleich zum Vorjahr schrumpfte der Umsatz von RWE in den ersten neun Monaten um zwei Prozent; das nachhaltige Nettoergebnis verringerte sich sogar um 6,7 Prozent. Insgesamt hat RWE im letzten Jahr 12 Prozent weniger Strom an seine Kunden verkaufen können. Beim Gas ging die Nachfrage um 8 Prozent zurück.Verluste bei britischen Tochterfirmen
Gründe sind bei der britischen Tochterfirma Npower sowie der Ölfördersparte Dea zu suchen, bei denen die Gewinne um mehr als 50% eingebrochen sind. Aufgrund dieser Entwicklungen will RWE bis zu 12.500 Stellen bei Npower streichen. Insgesamt beschäftigt RWE über 70.000 Mitarbeiter in allen Konzernteilen. Auch der Kauf des niederländischen Energieversorgers Essent drückt die Bilanz: Die Schulden von RWE haben sich dadurch auf 25,7 Milliarden Euro erhöht.
Erneuerbare Energien erhöhen den Strompreis
Langfristig bedeutet dies nach Aussage des RWE-Finanzvorstands Rolf Pohlig auch eine Anhebung der Strompreise für deutsche Verbraucher. Momentan sei die grundsätzliche Entwicklung beim Strompreis noch nicht abzusehen. Aber insbesondere die steigenden Abgaben, die durch die erneuerbaren Energien wie Windkraft oder Solarenergie anfallen, müssten letztlich an die Kunden weitergegeben werden. Insgesamt würden die Strompreise für 2010/2011 im Vergleich zu den aktuellen Tarifen deutlich höher ausfallen, so Pohlig.
