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Strompreiserhöhung steht bevor: Alle großen Anbieter ziehen mit
Strompreiserhöhung steht bevor: Alle großen Anbieter ziehen mit18.11.2009, 16:34 Uhr
Nach der Ankündigung von EnBW, die Strompreise anzuheben, haben auch andere Konzerne wie RWE und Vattenfall bereits verlauten lassen, dass eine erneute Erhöhung der Strompreise bevorsteht.Der oldenburgische Stromanbieter EWE hat nun ebenfalls angekündigt, dass der Strom für seine Kunden teurer wird. EWE ist der fünftgrößte Stromanbieter in Deutschland und hat vor, seine Strompreise insgesamt um bis zu 14% anzuheben.Erneuerbare Energien als Preistreiber?
Nach Aussage des EWE-Vertriebsleiters, Christian Haferkamp, sei der Ausbau erneuerbarer Energien notwendig, um die Klimaziele zu erreichen. Allerdings habe dieser Ausbau auch seinen Preis. Im EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) ist festgelegt, dass Strom aus regenerativen Energiequellen wie Sonne oder Wind zu festen Preisen in das allgemeine Stromnetz eingespeist wird. Dieser Preis liegt deutlich höher als bei Atomstrom oder Strom aus Kohlekraftwerken. Doch auch die gestiegenen Netzentgelte, die Stromanbieter den Betreibern der Stromnetze für die Durchleitung des Stroms zahlen, werden für die Strompreiserhöhung verantwortlich gemacht.
Kurzsichtige Einkaufspolitik
Neben diesen beiden Faktoren spielt im Falle von EWE auch die Einkaufspolitik für Strom eine Rolle. So ist die erneute Strompreiserhöhung auch deswegen notwendig, weil der Strom, den EWE 2010 verkauft, zu Teilen aus Stromkontingenten besteht, die zu den deutlich höheren Preisen von 2008 eingekauft wurden. Somit müssen die Verbraucher sich in jedem Fall auf gestiegene Strompreise einrichten.
Regionale Strompreiserhöhungen
Während die Strompreiserhöhung von EWE in erster Linie die Verbraucher im niedersächsischen Umland trifft, werden die Stromkunden von Vattenfall in Berlin und Hamburg mit höheren Tarifen zur Kasse gebeten. Auch hier wird die Schuld den erneuerbaren Energien zugeschoben; eine Tatsache, die von Umweltschützern stark kritisiert wird, da der rapide Preisverfall an der Strombörse eigentlich dazu führen müsste, dass die Strompreise überhaupt nicht steigen.
