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Industrie fürchtet hohe Strompreise

Industrie fürchtet hohe Strompreise19.11.2009, 14:54 Uhr

Dass die Strompreise für Privatkunden steigen werden, scheint inzwischen festzustehen. Doch auch die Industrie fürchtet noch höhere Energiekosten, als derzeit ohnehin anfallen. Die Industrie versucht nun, mit den Stromanbietern nachzuverhandeln, um günstigere Strompreise zu ergatternLangfristige Verträge mit den Stromanbietern sind die Ursache dafür, dass viele Firmen und Unternehmen der Industrie nun unter den hohen Strompreisen leiden. Als die Kosten für Brennstoffe und Energie allgemein auf einem Allzeithoch waren, wurden in den vergangenen Jahren viele langfristige Bindungen bei der Stromerzeugung eingegangen.

Niedrige Strompreise an der Strombörse bleiben ohne Wirkung
Inzwischen sind die Strompreise bei der Beschaffung an der Strombörse stark gesunken. Grund dafür ist unter anderem die Finanz- und Wirtschaftskrise, da viele Firmen ihre Produktion eingeschränkt oder gar gestrichen haben. Durch den geringeren Strombedarf ist daher der erzeugte Strom an den Strombörsen derzeit deutlich günstiger als noch 2008. Profitieren können die Industriebetriebe davon allerdings nicht, da sie damals die langfristigen Verträge mit den Stromanbietern abgeschlossen haben. Aus damaliger Sicht war dieses Verhalten durchaus nachvollziehbar, denn auf diese Weise hätten sich noch höhere Strompreise verhindern lassen, falls die Energiekosten weiter so stark gestiegen wären.

Nachverhandlungen über Strompreise fraglich
Während die Industriekunden nun gerne über geringere Strompreise nachverhandeln möchten, haben die Vertreter der Stromanbieter bereits angekündigt, hier keine Zugeständnisse machen zu können. Schließlich hätten die Stromanbieter ihre Brennstoffe damals ebenfalls zu den extrem hohen Preisen einkaufen müssen. Diese Kosten könnten nicht einfach wegverhandelt werden. Allerdings könne man eventuell über die Mindestmengen sprechen, die von den Betrieben laut Vertrag abgenommen werden müssen. Auch möglich seien bessere Konditionen, falls die Industrie sich zu längeren Laufzeiten der Verträge entscheide. In diesem Fall könnten die derzeit günstigen Strompreise auf die längere Laufzeit umgelegt werden.



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