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Strompreiserhöhung: Umweltminister Röttgen rät zum Wechsel
Strompreiserhöhung: Umweltminister Röttgen rät zum Wechsel23.11.2009, 13:56 Uhr
In der vergangenen Woche haben die Strompreiserhöhungen die Schlagzeilen bestimmt. Nun hat sich der neue Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) dazu geäußert.Letzte Woche versetzten die deutschen Stromanbieter ihren Kunden einen Schock. Die meisten wollen ihre Strompreise zum Jahreswechsel deutlich erhöhen, im Einzelfall sogar um bis zu 14% auf einmal. Begründet wird die Erhöhung der Strompreise mit den hohen Kosten für den Ökostrom.Erneuerbare Energien nicht schuld
Bundesumweltminister Röttgen hat dieser Darstellung der Stromkonzerne widersprochen. Nicht das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sei schuld an der jüngsten Strompreiserhöhung, sondern vielmehr das wirtschaftliche Verhalten der Stromanbieter. Die Kosten für Ökostrom seien nicht so hoch, wie die Stromkonzerne behaupten, so Röttgen. Der Förderanteil für die erneuerbaren Energien mache für einen vierköpfigen Haushalt im nächsten Jahr gerade einmal 5,95 Euro bei der Stromrechnung aus.
Verbraucher sollen Strompreise vergleichen
Der Minister kritisierte außerdem das Verhalten der Stromanbieter, die gesunkenen Einkaufspreise nicht an die Verbraucher weiterzugeben. Die Erhöhung der Strompreise mit den Kosten für die regenerativen Energien zu rechtfertigen, ist demnach nicht nachzuvollziehen. Röttgen rät den Verbrauchern, die Möglichkeiten des Wettbewerbs auf dem Strommarkt voll auszunutzen. Hierfür sollten die Stromkunden ihre Stromanbieter vergleichen und den günstigsten Strompreis ermitteln.
Stromrechner nutzen
Für Verbraucher bedeutet dies, im Internet einen der unabhängigen Stromrechner zu nutzen. Diese kostenlosen Vergleiche bringen sehr schnell Klarheit über die günstigsten Stromanbieter in der jeweiligen Region. Ein Wechsel zu einem anderen Stromanbieter kann einige hundert Euro pro Jahr einsparen. Wem eine Strompreiserhöhung ins Haus steht, hat zudem auch bei langfristigen Verträgen ein Sonderkündigungsrecht.
