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Vattenfall verkauft Stromnetz nicht an Konsortium
Vattenfall verkauft Stromnetz nicht an Konsortium27.11.2009, 17:13 Uhr
Eigentlich schien es bereits klar, dass der schwedische Stromkonzern Vattenfall sein Stromnetz in Deutschland an ein Konsortium verkaufen würde. Doch nun scheinen die Karten neu gemischt zu werden.Das Konsortium, das aus Allianz, Goldman Sachs und der Deutschen Bank besteht, war bislang der Favorit für den Verkauf des Vattenfall-Stromnetzes. Überraschenderweise scheint aber nun der belgische Stromversorger Elia neuer Mitbieter für den Kauf des Stromnetzes zu seinVerkauf des Stromnetzes noch in diesem Jahr unwahrscheinlich
Ein Sprecher von Vattenfall Europe teilte am Donnerstag mit, dass sich der Konzern nun auch für andere Interessenten öffnen würde und die Phase der Exklusivität mit einem Bieter beendet sei. Damit scheint die bisherige Planung nicht mehr aktuell zu sein, nach der Vattenfall sein Fernleitungsnetz bis Ende des Jahres verkaufen wollte. Der belgische Netzbetreiber Elia ist nach Informationen aus Finanzkreisen nun der wahrscheinlichste Kandidat für die Übernahme des Stromnetzes. Bis dahin hatte Vattenfall exklusiv mit dem deutschen Bieterkonsortium verhandelt. Grund für diese Entscheidung ist offenbar der Wunsch nach Nachverhandlungen beim Kaufpreis, nachdem der Konkurrent E.ON für sein Stromnetz 1,1 Milliarden Euro erhalten hat. Vattenfall sollte vom Konsortium etwa 500 Millionen Euro erhalten.
Kein Zeitdruck beim Verkauf
Bei Vattenfall gibt es, anders als beim Konkurrenten E.ON, keinen Zeitdruck beim Verkauf des Stromnetzes. Bei Vattenfall ist der Verkauf nicht durch Auflagen der EU-Kommission bedingt. Außerdem ist das Fernleitungsnetz von E.ON auch etwas größer als das von Vattenfall, welches eine Gesamtlänge von etwa 9.500 Kilometern in Deutschland umfasst.
