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Strompreise: Bundesverband verteidigt Erhöhungen
Strompreise: Bundesverband verteidigt Erhöhungen29.11.2009, 17:30 Uhr
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) verteidigt die angekündigten Erhöhungen der Strompreise. Nach wie vor beharrt die Energiewirtschaft darauf, dass der Ökostrom für die Preisanhebung verantwortlich istIn einem Interview für den Tagesspiegel erklärte die Hauptgeschäftsführerin des BDEW, Hildegard Müller, dass sich der Erfolg des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) auf die Strompreise auswirke.Ökostrom und Netz-Investitionen für Strompreise verantwortlich?
Die Verteuerung bei den Gebühren für Stromleitungen seien ebenfalls für höhere Strompreise mitverantwortlich. Zudem seien laut Müller erhebliche Investitionen erforderlich, um regenerative Energien an das Stromnetz anzuschließen. Es fehle jedoch an einer sachlichen Diskussion über das Verhältnis der Erneuerbaren Energien im Vergleich zu Kohle- Gas- und Kernenergie, so Müller.
Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke begrüßt
Müller begrüßt außerdem aus gesamtwirtschaftlichen Gründen die geplante Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke. Ähnlich äußerte sich RWE-Chef Jürgen Großmann. Er vertritt die Ansicht, dass Atomkraftwerke derzeit nicht zu ersetzen sind. Solange sie sicher seien, dürften die bestehenden Atomkraftwerke nicht abgeschaltet werden. Anders sei eine CO2-Minderung nicht zu erreichen. RWE gehört neben E.ON zu den beiden großen Stromanbietern, die ihre Strompreise vorerst nicht erhöhen wollen.
Stromanbieter wechseln hilft gegen hohe Strompreise
Nach Ansicht der Bundesregierung und wichtiger Verbraucherverbände sind die Argumente für eine Anhebung der Strompreise im angekündigten Umfang nicht stichhaltig. Der Gesamtanteil der Umlage für das EEG betrage nicht mehr als 0,2 Cent pro Kilowattstunde. Strompreise, die teilweise um bis zu 14 Prozent erhöht werden, lassen sich damit nicht begründen, so der Tenor der Experten. Außerdem verschweige die Stromwirtschaft hartnäckig die Tatsache, dass die Beschaffungspreise an der Strombörse in den vergangenen Monaten stark gesunken sind und eigentlich eine Senkung der Strompreise angebracht wäre. Verbraucher können Druck auf die Unternehmen ausüben, indem sie den Stromanbieter wechseln.
