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Strompreiserhöhung: Auch SPD rät zum Stromanbieterwechsel
Strompreiserhöhung: Auch SPD rät zum Stromanbieterwechsel30.11.2009, 20:59 Uhr
Wegen der angekündigten Strompreiserhöhung haben Mitglieder der Bundesregierung zum Stromanbieterwechsel aufgerufen. Die SPD zieht nun nach und empfiehlt den Stromkunden ebenfalls, die Strompreise zu vergleichenEtwa vierzig Stromanbieter haben angekündigt, eine Strompreiserhöhung zum 1. Januar vorzunehmen. Bei einigen Versorgern macht das einen Aufschlag von bis zu 15% aus. Grund genug für die Politik, das Thema aufzugreifen.Strompreiserhöhung nicht mit Ökostrom zu begründen
Nachdem die Stromanbieter in erster Linie auf die gestiegenen Kosten für die Erneuerbaren Energien verweisen, haben Politiker aller Parteien und Vertreter von Verbraucherverbänden diese Begründung vehement zurückgewiesen. Die Stromanbieter verschweigen demnach, dass die Beschaffungspreise für Strom an den Strombörsen stark gesunken sind, weswegen eigentlich eine Senkung der Strompreise angebracht gewesen wäre. Einige Stromanbieter haben auch in der Tat ihre Strompreise nicht erhöht, sondern halten sie stabil oder senken sie sogar.
SPD-Politiker rät zum Stromanbieterwechsel
Der energiepolitische Fraktionssprecher der SPD, Thomas Jurk, erklärte dazu, dass die Stromkunden sich eine solch dreiste Strompreiserhöhung nicht gefallen lassen müssten. Wenn ein Stromanbieter Wucherpreise verlange, sollten die Verbraucher ihm die Rote Karte zeigen, so Jurk. Er beklagte zudem, dass die staatliche Strompreisgenehmigung abgeschafft wurde. Somit sei es umso wichtiger, dass die Möglichkeiten des Kartellrechts in Deutschland voll ausgeschöpft würden. Besonders die Tatsache, dass viele Stromanbieter keine Strompreiserhöhung vornehmen, sollte laut Jurk dazu führen, dass Willkür und Abzocke der übrigen Stromversorger verhindert werden.
