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Stromanbieter in Berlin sollen Konkurrenz bekommen
Stromanbieter in Berlin sollen Konkurrenz bekommen01.12.2009, 13:50 Uhr
Vor zehn Jahren hat Berlin den stadteigenen Energieversorger Bewag verkauft. Nun möchte Wirtschaftssenator Harald Wolf (DIE LINKE) einen neuen städtischen Versorgungsbetrieb aufbauen, der dem Stromanbieter Vattenfall in Berlin mit Ökostrom Konkurrenz machen soll.Die Idee umfasst eine Kooperation mit dem Land Brandenburg und soll mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen arbeiten. Allerdings fehlt das Geld, um die Idee eines städtischen Stromanbieters zu verwirklichenStromanbieter Vattenfall ist die Nummer eins in Berlin
Die Pläne des Wirtschaftssenators (DIE LINKE) richten sich in erster Linie gegen den Konzern Vattenfall, der als größter Stromanbieter den Markt in Berlin dominiert. Sie sind Ausdruck eines Misstrauens gegen den schwedischen Stromkonzern, der erst nach langen Debatten bereit war, in seinem Energiekonzept für Berlin auf ein neues Kohlekraftwerk zu verzichten. Wolf sprach bereits auf dem Parteitag der Linken davon, die Energieversorgung der Stadt zu rekommunalisieren. Dabei geht es nicht nur um Stromanbieter, sondern auch um die Wasser- und Gasversorgung der Stadt. Einige Energieversorger hatten angekündigt, sich von ihren Anteilen trennen zu wollen.
Geld für den kommunalen Stromanbieter fehlt
Allgemein scheint es mit den Plänen des Wirtschaftssenators allerdings nicht weit her zu sein, da es kein hinreichendes Finanzierungskonzept gibt. Berlin kann es sich schlicht nicht leisten, für die Übernahme der Gasanteile und der Wasserversorgung Beträge in Milliardenhöhe zu zahlen. Die Grünen sprechen daher auch von einer Nebelkerze, die Wolf da losgelassen habe. Durch die pure energetische Sanierung öffentlicher Gebäude ließe sich mehr Kohlendioxid einsparen als durch die Pläne des Wirtschaftssenators, so die Grünen. Doch diese 50 Millionen Euro seien von der rot-roten Koalition verweigert worden. Auch die eigene Partei des Senators spricht lediglich von einer politischen Idee, für die kein Geld im Haushalt vorgesehen sei.
