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Hohe Strompreise: Latentwärmespeicher könnten Kosten senken
Hohe Strompreise: Latentwärmespeicher könnten Kosten senken02.12.2009, 14:20 Uhr
In der Endrunde für den Deutschen Zukunftspreis 2009 steht ein Beitrag des Fraunhofer-Instituts und der Firma BASF, der langfristig den Einsatz teurer Klimageräte erheblich reduzieren könnte.Mit Hilfe eines neuen Isoliermaterials, das in Baustoffe gemischt werden kann, könnten die Stromkosten für Gebäude erheblich gesenkt werden. In Anbetracht der jüngsten Strompreiserhöhungen eine interessante Perspektive.Klimageräte verursachen immense Stromkosten
Gebäude zu kühlen ist Aufgabe von Klimageräten, die mit Hilfe von Strom die Raumtemperatur senken. Doch der energetische Aufwand dafür ist enorm und verursacht extreme Stromkosten. Die hohen Strompreise sind ein Argument für Einsparungen auf diesem Sektor; der Klimawandel ist ein anderes. Denn der Betrieb von Klimageräten trägt weltweit erheblich zum CO2-Ausstoß bei, und der kann durch einen Strompreisvergleich nicht verringert werden.
Latentwärmespeicher als wartungsfreie Lösung
Das neue Isoliermaterial des Fraunhofer-Instituts besteht aus mikroskopischen Kügelchen aus Acrylglas, in das eine bestimme Art von Paraffin eingeschlossen ist, welches bei einer vorgegebenen Temperatur zwischen 21° und 26° Celsius schmilzt. Bei diesem Vorgang wird Wärme aus der Umgebung aufgenommen und gespeichert. Diese Latentwärmespeicher halten die Energie solange, bis die Umgebungstemperatur in der Nacht absinkt. Dann verfestigt sich das Paraffin wieder und gibt dabei die gespeicherte Wärme ab. Diese Methode ist wartungsfrei und ist deswegen so interessant, weil diese Kügelchen in beinahe jeden Baustoff beigemischt werden können und dabei völlig ohne Schadstoffe auskommen.
Kühlgeräte und Stromkosten können eingespart werden
Der Kühleffekt dieser Innovation liegt im Bereich der herkömmlichen Gebäudekühlung. Im Klartext bedeutet dies, dass viele Klimageräte in Zukunft nur noch selten betrieben werden müssen oder sogar ganz abgeschaltet werden können. Die Einsparungen betreffen nicht nur die Stromkosten, die angesichts steigender Strompreise immer wichtiger werden, sondern auch den CO2-Ausstoß, der für den Klimawandel mitverantwortlich gemacht wird.
