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Bundesumweltminister Röttgen setzt auf Ökostrom
Bundesumweltminister Röttgen setzt auf Ökostrom03.12.2009, 19:19 Uhr
Das vom neuen Minister Röttgen geführte Bundesumweltministerium setzt mittelfristig auf den Ausbau der erneuerbaren Energien. Bis 2020 soll der Anteil an Windenergie auf 25% ansteigenAnlass für diese Einschätzung war die 25.000 Megawatt-Feier in Berlin, die vom Bundesverband Wind-Energie (BWE) veranstaltet wurde.Stromversorgung für 25 Millionen Menschen
Der konsequente Ausbau der Windkraft seit 18 Jahren hat zu diesem Erfolg maßgeblich beigetragen. Mit den 25.000 Megawatt könnten mindestens 25 Millionen Menschen mit Strom versorgt werden. Damit sei das Zeitalter der Erneuerbaren Energien keine Utopie mehr, so die Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesumweltministeriums, Ursula Heinen-Esser (CDU). Weiter warnte sie trotz der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke vor zu langen Laufzeiten: Die Brücke der Kernenergie dürfe den Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht behindern.
Stromanbieter machen Ökostrom für Strompreiserhöhung verantwortlich
Vergangene Woche hatten viele Stromanbieter angekündigt, ihre Strompreise teilweise drastisch zu erhöhen. Begründet wird die Strompreiserhöhung mit den gestiegenen Kosten für die Erneuerbaren Energien. Bundesumweltministerium und Verbraucherschützer weisen diese Begründung allerdings zurück und rufen die Verbraucher zum Strompreisvergleich auf. Nur wer sich den günstigsten Stromanbieter bei einem Strompreisvergleich im Internet sucht, kann die hohen Strompreise umgehen.
BWE hält Windkraft für konkurrenzfähig
Der BWE-Präsident Heinrich Albers erklärte indes, dass die Technologie der Windkraftanlagen die Brücke bereits überschritten habe und es keinen Bedarf an Kohlekraftwerken oder längeren Laufzeiten für Atomkraftwerke gebe. Bis 2020 soll die Windenergie bereits 55.000 Megawatt produzieren und 25 Prozent des Strombedarfs abdecken. Insgesamt sollen die Erneuerbaren Energien (also inklusive Solarstrom und Wasserkraft) bis dahin sogar 47 Prozent abdecken können. Wie sich diese Entwicklung langfristig auf die Strompreise auswirken wird, bleibt abzuwarten.
