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Stromanbieter RWE weist Biblis-Vorwürfe von Kontraste zurück
Stromanbieter RWE weist Biblis-Vorwürfe von Kontraste zurück06.12.2009, 15:13 Uhr
Der Stromanbieter und Betreiber des Atomkraftwerks Biblis, RWE, hat die Vorwürfe des ARD-Politmagazins Kontraste zurückgewiesen. Das Magazin hatte in einem Bericht die Funktionsfähigkeit des Notkühlsystems in Frage gestelltGrund der Aufregung sind fehlende Stempelfelder für Markierungen an bestimmten Rohrleitungen des Notkühlsystems, mit denen die Belastbarkeit und Materialqualität der Rohrleitungen markiert und dokumentiert werden sollen.RWE: Kein Sicherheitsdefizit in Biblis
Der Leiter des Kernkraftwerks, Hartmut Lauer, erklärte in einer Stellungnahme zu dem TV-Bericht, dass die Funktionsfähigkeit des Notkühlsystems bei einem möglichen Störfall in keiner Weise beeinträchtigt sei. Die Anschuldigungen von Kontraste entbehrten jeder Grundlage, so Lauer. Nachdem die Rohrleitungen montiert und dokumentiert wurden, sei solch eine dauerhafte Stempelung weder im Atomgesetz vorgeschrieben noch für den sicheren Betrieb des Atomkraftwerks notwendig.
Stromanbieter hält Anschuldigungen für aus der Luft gegriffen
Lauer zeigte sich empört darüber, dass der TV-Bericht den Eindruck erwecke, dass der Stromanbieter als Betreiber des Kernkraftwerks Biblis nicht die erforderliche Sorgfalt walten ließe und Sicherheitsdefizite bestünden. Dies sei völlig unhaltbar. Allein bei der Revision der letzten zehn Monate seien mehr als 200 Millionen Euro in sicherheitsfördernde Maßnahmen und Modernisierungen gesteckt worden. Kontraste hatte berichtet, dass laut Recherchen des Magazins die permanente Stempelung aller Komponenten des Rohrleitungssystems durch das Atomgesetz zwingend vorgeschrieben sei.
