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Atommülllager Asse wird mit Spezialbeton abgestützt
Atommülllager Asse wird mit Spezialbeton abgestützt07.12.2009, 17:41 Uhr
In einem Versuch, das in die Schlagzeilen gekommene Atommülllager Asse wieder sicher zu machen, wird seit Montag Spezialbeton dafür verwendet, weitere Hohlräume zu füllen.Die Maßnahme soll in erster Linie die Verformung des Grubengebäudes stoppen, sowie die Gefahr eines weiteren Wassereinbruchs reduzieren.Probleme mit Stabilität des Atommülllagers
Die leeren Abbaukammern des früheren Salzbergwerks wurden seit Mitte der 90er Jahre mit gemahlenem Salz aufgefüllt. Die Hohlräume an der Decke bildeten sich dadurch, dass das Salz mit der Zeit in sich zusammensackte. Diese Hohlräume werden auch Firstspalte genannt und werden nun ausgegossen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) gab bekannt, dass hierfür ein bestimmter Spezialbeton verwendet wird, der für den Bergbau entwickelt wurde. Insgesamt würden etwa 80 betroffene Kammern mit diesem Beton verfüllt. Die Maßnahme wird nicht vor 2011 abgeschlossen sein. Weiterhin wies das BfS darauf hin, dass lediglich solche Kammern verfüllt werden, in denen kein Atommüll gelagert wird.
Stromanbieter sehen Atomkraft als unverzichtbar an
Die Vorfälle um das Atommülllager Asse haben zu weiteren Diskussionen um die Sicherheit der Atomkraft insgesamt geführt. Nicht nur die Sicherheit der Atomkraftwerke selbst, sondern auch die Entsorgung des anfallenden Atommülls ist und bleibt ein ungelöstes Problem. Dennoch sehen viele Stromanbieter derzeit keine Alternative zu einer lückenlosen Stromversorgung in Deutschland. Die Erneuerbaren Energien seien derzeit noch nicht in der Lage, den Strombedarf vollständig zu decken. Daher könne man auch in Zukunft nicht auf Atomenergie verzichten.
