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Japan: Solarenergie aus dem Weltraum
Japan: Solarenergie aus dem Weltraum07.12.2009, 20:04 Uhr
In Japan sind Pläne in Arbeit, nach denen bis zum Jahr 2030 Solarenergie aus dem Weltall gesammelt werden soll. Die Gigawatt-Anlage soll ihre Energie mit Hilfe von Mikrowellen oder Lasertechnik zur Erde schickenEs wird einige Milliarden Dollar kosten, doch die japanischen Forscher, Stromanbieter und Industrieunternehmen sollen in einem Konsortium für die Realisierung der Pläne sorgen.Projekt soll die Kapazität eines Atomkraftwerks haben
Die geplante Weltraum-Anlage soll unter dem Namen SSPS (Space Solar Power System) mit riesigen Solarkollektoren die Stromproduktion eines mittelgroßen Atomkraftwerks erreichen. Die Kollektoren werden mehrere Quadratkilometer groß werden. Außerhalb der Erdatmosphäre besitzen die Sonnenstrahlen eine bis zu fünffach größere Stärke als auf der Erde. Mit diesem Projekt hofft Japan, seine Abhängigkeit von Energieimporten zu mindern. In Japan herrscht eine große Abhängigkeit von ausländischem Öl und Kohle.
Saubere und unerschöpfliche Energiequelle
Mit dieser sauberen und unerschöpflichen Energiequelle wird Japan einen neuen Weg beschreiten, der langfristig die Stromversorgung sichern soll. Probleme befürchten viele Menschen allerdings angesichts der Übertragungswege der Energie. Mittels Laserstrahlen oder Mikrowellen wollen die japanischen Wissenschaftler die Energie zur Erde schicken, wo sie dann vom jeweiligen Stromanbieter verteilt wird. Doch mögliche Gefahren wie Flugverkehr, der durch die energiereichen Strahlen gefährdet sein könnte, müssen bis dahin noch geklärt werden.
Stromanbieter stellen günstige Strompreise in Aussicht
Die neue Energieform wird sich auch günstig auf die Strompreise in Japan auswirken. Sollte das Projekt erfolgreich sein, rechnen die japanischen Stromanbieter damit, den Strom aus dem Weltall zu einem Sechstel des derzeitigen Strompreises anbieten zu können. Trotz des großen technischen und finanziellen Aufwandes könnte diese Rechnung aufgehen. Auch bei der Atomenergie standen zu Beginn hohe Kosten und Investitionen, bevor günstiger Strom produziert werden konnte.
