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Neue EU-Energieagentur soll Stromanbieter im Auge behalten
Neue EU-Energieagentur soll Stromanbieter im Auge behalten07.12.2009, 20:24 Uhr
Die neue EU-Energieagentur, die ab 2011 in Slowenien ihre Arbeit aufnehmen soll, wird zukünftig die Arbeit der Regulierungsbehörden der EU-Länder koordinieren. Die Stromanbieter werden also künftig noch genauer im Auge behaltenVerbraucher werden aller Voraussicht nach von einer mächtigen EU-Behörde profitieren. Schon in anderen Bereichen wie Telekommunikation konnte die EU so manche verbraucherfreundliche Entscheidung durchsetzen.Stromanbieter sollen transparenter arbeiten
Dass Stromanbieter ihre Strompreise nicht immer transparent gestalten, gilt nicht nur für Deutschland. Auch in anderen EU-Ländern haben die Verbraucher immer wieder Probleme mit ihrem Stromanbieter. Gleiches gilt für auch für die Gasanbieter, die bisweilen ebenfalls ihre Kunden mit hohen Preisen übervorteilen. In Fällen von grenzüberschreitender Energie-Infrastruktur soll die Energieagentur bindende Entscheidungen treffen können. Sie soll im März 2011 ihre Arbeit aufnehmen und wird unter dem Namen ACER tätig sein. Auf diese Eckpunkte haben sich die Vertreter der EU-Mitgliedsstaaten geeinigt.
Gas- und Strompreise könnten EU-weit sinken
Die Arbeit der nationalen Regulierungsbehörden soll durch ACER vervollständigt werden. Im Zuge einer Liberalisierung des europäischen Energiemarktes soll dann der ungehinderte Handel mit Strom und Gas in Europa grenzüberschreitend möglich werden. Somit könnten auch die Gas- und Strompreise für die Verbraucher sinken, da mehr Wettbewerb den Druck auf die Gas- und Stromanbieter erhöhen dürfte. Als Sitz der neuen EU-Energieagentur wurde die slowenische Hauptstadt Ljubljana ausgewählt.
