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Bis 2050 soll fast der gesamte Strom aus Erneuerbaren Energien stammen
Bis 2050 soll fast der gesamte Strom aus Erneuerbaren Energien stammen08.12.2009, 20:01 Uhr
Der neue Bundesumweltminister Röttgen (CDU) hat ehrgeizige Ziele formuliert: In Deutschland sollen die Stromanbieter bis zum Jahr 2050 fast zu 100% auf Ökostrom umgestellt haben.Hinsichtlich der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen hat dieses Ziel neue Aktualität erhalten. Ferner möchte Röttgen das Versprechen halten, dass Deutschland bis 2020 den CO2-Ausstoß um 40 Prozent unter die Werte von 1990 senken will.Atomkraft als Brückentechnologie
Damit diese ehrgeizigen Ziele erreicht werden können, hält der Bundesumweltminister nach wie vor auch die Kernenergie als Brückentechnologie für unverzichtbar. Zukünftig sei entscheidend, ob und welche Laufzeiten bei den Atomkraftwerken benötigt würden, um die gesetzten Ziele hinsichtlich der erneuerbaren Energieerzeugung nach Möglichkeit im zeitlichen Rahmen zu schaffen. Röttgen stellte klar, dass die Laufzeitverlängerung dabei nicht das Ziel sei, sondern lediglich ein Mittel, um das Ziel der regenerativen Energieerzeugung zu erreichen. Auch viele deutsche Stromanbieter halten die längeren Laufzeiten für zwingend erforderlich.
Klimakonferenz stimmt optimistisch
Klaus Töpfer, ehemaliger Bundesumweltminister und früherer Chef des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), gab sich hinsichtlich der Erfolgschancen der Kopenhagener Konferenz in Teilbereichen optimistisch. Dem TV-Sender n-tv sagte Töpfer: Wir werden sehr konkrete Schritte festgelegt bekommen. Obwohl noch kein rechtlich verbindlicher Vertrag geschlossen werden könne, werde es voraussichtlich einen klaren Ablaufplan geben, um einen solchen im kommenden Jahr zu vereinbaren. Bewegung auf Seiten der USA, Chinas und Indien seien allerdings notwendig, damit alle Beteiligten zu Zugeständnissen bereit sind.
