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Bundesregierung beseitigt Hürden für Offshore-Windanlagen

Bundesregierung beseitigt Hürden für Offshore-Windanlagen09.12.2009, 18:51 Uhr

Der Ausbau der Windkraft steht bei den Initiativen für Erneuerbare Energien ganz oben auf der Liste. Doch oft scheitern Projekte an unklaren oder langwierigen Entscheidungsprozessen, die beim investierenden Stromanbieter für Unmut sorgenDie Bundesregierung will sich dieser Probleme annehmen und Hürden für die Errichtung weiterer Offshore-Windparks beseitigen.

Stromanbieter klagen über zu viel Bürokratie
Beim Ausbau von Windkraftanlagen gibt es generell zwei Probleme. Zunächst müssen die Windräder an einem geeigneten Standort errichtet werden. Hierfür aber eine Baugenehmigung zu erhalten, gestaltet sich meist schwierig, weil Anwohner und Umweltinitiativen fast immer Einspruch gegen den Bau solcher Anlagen einlegen. Gerade bei den Offshore-Anlagen wird oft eine Störung des ökologischen Gleichgewichts befürchtet. Aber auch bei landgestützten Windanlagen stoßen Stromanbieter auf Widerstand, weil Bürger die Windräder nicht in ihrer Nachbarschaft sehen möchten. Ein anderes Problem ist das Stromnetz, das natürlich ebenfalls ausgebaut werden muss, um den Strom von den Windparks zum Endverbraucher transportieren zu können. Auch hier hagelt es regelmäßig Proteste gegen die Stromanbieter, denn Hochspannungsleitungen gehören zu den am meisten bekämpften Bauprojekten überhaupt.

Planungssicherheit für Stromanbieter
Zumindest für Offshore-Windparks in der Ostsee will die Bundesregierung nun Planungssicherheit für die Stromanbieter schaffen. In einem Kabinettsbeschluss vom Mittwoch billigte die Regierung eine Rechtsverordnung für den Bau solcher Windanlagen in der Ostsee. Laut Bundesverkehrsminister Ramsauer (CSU) gibt die Bundesregierung mit den entsprechenden Raumordnungsplänen für die ausschließlichen Wirtschaftszonen in Nord- und Ostsee ein wichtiges Signal für die Stromanbieter, die dadurch ihre langfristigen Planungen einfacher gestalten können. Somit werde der Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigt und mehr klimafreundlicher Strom durch Windenergie erzeugt, so Ramsauer weiter. Langfristig könnten mehr als acht Millionen Haushalte mit Strom aus Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee versorgt werden.



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Ökostrom Stromanbieter Das Ablösen von Kernkraft, Erdöl und Kohle in der Energieerzeugung hat besonders seit dem Reaktorvorfall in Fukushima wieder höchste Priorität in Deutschland. Der Anteil von Ökostrom ist bei dem in Deutschland erzeugten Strom in den letzten Jahren rapide angestiegen. Im Jahre 2011 lag der Anteil bei 15,6 Prozent und soll laut Bundesregierung im Jahre 2020 bei 38 Prozent liegen.


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