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Neue Bohrungen für Geothermie in Wiesbaden geplant
Neue Bohrungen für Geothermie in Wiesbaden geplant09.12.2009, 18:59 Uhr
Nach der letzten Erdwärmebohrung vor rund einem Monat stand die Wiesbadener Innenstadt teilweise unter Wasser. Tagelang sprudelte die Fontäne in der hessischen Landeshauptstadt. Nun sollen weitere Geothermie-Bohrungen gemacht werden. Experten versichern, dass eine neue Panne ausgeschlossen seiDie Zahl der Erdwärmebohrungen in Deutschland nehmen seit Jahren stetig zu. Diese Art der Energienutzung ist deswegen interessant, weil sie nahezu unbegrenzt verfügbar ist und nicht von Wetterverhältnissen abhängt wie die Nutzung von Windkraft oder Solarenergie.Verunsicherung nach Erdwärme-Panne
Auch Wiesbaden möchte die Möglichkeiten der Geothermie verstärkt nutzen. Deswegen war ursprünglich auch der 8. Dezember als publikumswirksamer Termin zur Bekanntgabe der neuen Pläne festgelegt worden. Im Umfeld der Klimakonferenz in Kopenhagen wollte man für die Erdwärmepläne werben. Doch in Anbetracht der Panne von letztem Monat liegt das Publikumsinteresse nun eher auf den Gefahren, die möglicherweise von der Geothermie ausgehen könnten.
Geothermie hat Potential
Der Unterschied besteht vor allem in der Tiefe der Bohrung. War bei der Panne vor dem Finanzministerium nur in etwa 150 Meter Tiefe gebohrt worden, soll nun bis zu einer Tiefe von 4000 Metern nach Erdwärme gesucht werden. Diese Erdwärme kann zum Betreiben von Heizungen aber auch zur Erzeugung von Strom genutzt werden. In dieser Tiefe, so die Experten, befinde man sich unterhalb der Quellhorizonte der Wasservorkommen der Stadt, so dass die Befürchtungen vieler Menschen, die wertvollen Heilquellen Wiesbadens könnten beeinträchtigt werden, unbegründet seien.
Genaue Untersuchungen des Untergrunds
Um den Untergrund diesmal genau einschätzen zu können, wird die Umgebung vorher von speziellen Messfahrzeugen abgefahren. Bei diesen Messungen erzeugen Spezialfahrzeuge Vibrationen, deren seismische Wellen im Untergrund reflektiert werden. Aus diese Reflexionen ergibt sich dann ein umfassendes Bild über die Beschaffenheit der Gegend. Vorher wird keine Entscheidung über die Durchführung weiterer Bohrungen getroffen.
