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Strompreiserhöhung und Ökostrom: Röttgen warnt Stromanbieter
Strompreiserhöhung und Ökostrom: Röttgen warnt Stromanbieter10.12.2009, 14:37 Uhr
In einem Interview mit dem ZDF hat Bundesumweltminister Röttgen gesagt, dass die vier großen Stromanbieter in Deutschland sich sich dem Wettbewerb stellen sollten. Die Zeit der großen Vier sei vorbeiRöttgen nahm außerdem Stellung zu Fragen des Ausbaus erneuerbarer Energien und der Klimakonferenz in Kopenhagen. Insgesamt zeigte der Minister sich optimistisch, dass Erfolge erzielt werden können.Stromanbieter zu selbstgefällig?
Hinsichtlich der vier großen Stromanbieter fand der Minister deutliche Worte. Während sich die Stromkonzerne mit einem Anteil von gerade einmal 2 Prozent erneuerbarer Energien vollmundig als Vorreiter des Ökostroms bezeichneten, erhöhten sie munter die Strompreise. Gerade die Strompreiserhöhung scheint ein Indiz dafür zu sein, dass die vier Stromanbieter sich auf ihren Marktanteilen ausruhen. Der Strommarkt in Deutschland wird derzeit hauptsächlich von den vier Konzernen EnBW, Vattenfall, RWE und E.ON dominiert. Zwei von ihnen hatten letzte Woche eine Strompreiserhöhung zum neuen Jahr angekündigt, was unter anderem von Minister Röttgen kritisiert wird. Der Umweltminister rät Verbrauchern daher dringend zu einem Strompreisvergleich.
Strompreiserhöhung bewegt Verbraucher zum Strompreisvergleich
Jeder Stromanbieter müsse sich dem Wettbewerb stellen, um langfristig zu überleben. Da der Strommarkt sich mehr und mehr von einem Monopol in eine mittelständische Struktur von Stromanbietern verändere, könnten sich die vier großen Stromkonzerne nicht mehr auf ihre beherrschende Stellung verlassen, so Röttgen. In der Tat haben RWE und E.ON ihre Strompreise nicht erhöht. Anstelle einer Strompreiserhöhung wollen sie die Preise vorerst stabil halten. Grund dafür ist die gestiegene Wechselbereitschaft der Verbraucher, die ihre Möglichkeiten zum Strompreisvergleich immer häufiger nutzen.
