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Lubmin: Keine EU-Förderung für Kohlekraftwerk
Lubmin: Keine EU-Förderung für Kohlekraftwerk10.12.2009, 18:58 Uhr
Rückschlag für den dänischen Stromanbieter Dong Energy: Die Europäische Union wird das geplante Steinkohlekraftwerk Lubmin vorerst nicht mit Fördergeldern unterstützen. Damit scheinen die Chancen für die Genehmigungsfähigkeit des Projekts zu sinkenStromanbieter muss mit Widerständen kämpfenDer Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat dazu erklärt, dass die Versuche, dem Projekt des Kohlekraftwerks ein grünes Mäntelchen überzustreifen, gescheitert seien. Damit bezieht sich die Organisation auf das Vorhaben des dänischen Stromanbieters, das Kraftwerk Lubmin zu einer Pilotanlage zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid zu machen. Die EU fördert solche Projekte mit Geldern; Lubmin steht allerdings nicht auf der Liste der geförderten Anlagen.
EU-Gelder bisher nur für andere Projekte
Bisher stellt die EU für sechs solcher CCS-Projekte (Carbon Dioxide Capture and Storage) insgesamt bis zu 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung, von denen sich lediglich eines in Deutschland befindet. Die vom schwedischen Stromanbieter Vattenfall initiierte CCS-Anlage im brandenburgischen Jänschwalde wird danach mit 180 Millionen Euro gefördert werden. Ferner wird mit den EU-Geldern auch der Ausbau von Offshore-Windanlagen gefördert.
1600 Megawatt für zwei Milliarden Euro
Dong Energy plant in Lubmin bis 2012 den Bau eines neuen Steinkohlekraftwerks, das am neuen Industriehafen mit einer Kapazität von rund 1600 Megawatt entstehen soll. Das Vorhaben, das etwa zwei Milliarden Euro kosten soll, wird derzeit vom staatlichen Amt für Umwelt und Natur in Stralsund auf die Genehmigungsfähigkeit geprüft.
