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Stromanbieter E.ON will sich an französischem AKW beteiligen
Stromanbieter E.ON will sich an französischem AKW beteiligen14.12.2009, 14:42 Uhr
Die Gespräche über eine Beteiligung des deutschen Stromanbieters an einem neuen französischen Atomkraftwerk konkretisieren sich. Laut der französischen Tageszeitung Le Figaro sind die Verhandlungen bereits in einem fortgeschritten StadiumStromanbieter will mit acht Prozent einsteigenDas Interesse verschiedener Konzerne an der geplanten Atomanlage in Penly (Normandie) ist vergleichsweise hoch. Bereits die italienische Enel und der Ölriese Total haben die Absicht erklärt, sich an dem neuen Atomkraftwerk zu beteiligen. Nun möchte auch der deutsche Stromanbieter E.ON einsteigen und sich mit ein wenig mehr als acht Prozent an dem Projekt beteiligen. Der französische Staatskonzern Electricité de France (EDF) wird nach Regierungsangaben die Hälfte der Anteile halten. GDF Suez möchte als zweitgrößter Aktionär einsteigen.
Neuer Druckwasserreaktor-Typ
Bei dem Atomkraftwerk in Penly handelt es sich um einen neuartigen Druckwasserreaktor vom Typ EPR. Penly wird die zweite Anlage mit einem solchen EPR-Reaktor sein. Die Pilotanlage für EPR wird momentan im nordfranzösischen Flamanville errichtet. Die französischen Atomsicherheitsbehörden hatten allerdings in letzter Zeit Nachbesserungen des EPR-Reaktors gefordert. Bemängelt wurde von den Behörden die Sicherheit des Entwurfs.
Stabile Strompreise nur mit Atomkraft?
E.ON ist einer der größten Stromanbieter in Deutschland und Europa, und beteiligt sich an vielen Energieprojekten in aller Welt. Neben anderen Energieformen setzt der Stromanbieter auch nach wie vor auf Atomkraft und Kohlekraftwerke. Nur so ist nach Ansicht von E.ON der Strombedarf auch in Zukunft ausreichend zu decken und die Strompreise stabil zu halten. In der Tat haben E.ON und RWE bei der jüngsten Runde zur Strompreiserhöhung erklärt, dass ihre Strompreise bis Mitte 2010 stabil bleiben werden.
