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Strompreise: Kunden sollen Stromanbieter wechseln

Strompreise: Kunden sollen Stromanbieter wechseln14.12.2009, 17:20 Uhr

Der baden-württembergische Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP) legt den Stromkunden angesichts hoher Strompreise den Wechsel ihrer Stromanbieter nahe. Alle Möglichkeiten der Stromkunden müssten ausgeschöpft werdenStrompreise für Heizstrom zu hoch
Pfister teilte am Montag in Stuttgart weiterhin mit, dass die Wechselbereitschaft der Stromkunden fast immer das beste Mittel gegen überhöhte Strompreise mancher Stromanbieter sei. Als ein weiteres Instrument im Kampf gegen steigende Strompreise bezeichnete Pfister das Kartellrecht. Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene gebe es Möglichkeiten dazu. Die Pfister unterstehende Landeskartellbehörde Baden-Württemberg geht nach wie vor von einer marktbeherrschenden Stellung beim Heizstrom aus. Solcher Heizstrom wird in erster Linie für Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpen in Niedertarifzeiten verwendet.

Stromanbieter missbrauchen Marktstellung
Pfister kritisierte, dass es beim Heizstrom so gut wie keine Konkurrenz für den lokalen Stromanbieter gebe. Die Behörde habe seit Januar 2009 etwa 120 Heizstromtarife ausgewertet. Danach wurden gegen die drei Stromanbieter mit dem teuersten Heizstrom Preismissbrauchsverfahren eingeleitet. Bei acht weiteren Versorgern beanstandete die Behörde sogenannte Kopplungsangebote. Bei diesen Angeboten bezahlen die Heizstromkunden eine deutlich günstigere Grundgebühr, wenn sie gleichzeitig ihren Haushaltsstrom vom gleichen Stromanbieter beziehen. Damit begingen die örtlichen Versorger einen Behinderungsmissbrauch, so Pfister. Denn auf diese Weise sind viele Heizstromkunden nicht mehr in der Lage, zu einem günstigeren Stromanbieter zu wechseln.

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