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Dänischer Stromanbieter lässt Kohlekraftwerk Lubmin fallen
Dänischer Stromanbieter lässt Kohlekraftwerk Lubmin fallen14.12.2009, 19:02 Uhr
Nach der Entscheidung der EU, keine Fördermittel für das Kohlekraftwerk Lubmin bereitzustellen, will sich der dänische Stromanbieter Dong Energy nicht länger dort engagieren. Nach Meinung des Konzerns gebe es nicht genügend Rückhalt für das ProjektEines der größten Kohlekraftwerke in Deutschland sollte in Lubmin entstehen. Nun zieht sich nach einer Entscheidung des Aufsichtsrats der dänische Stromanbieter Dong Energy aus dem Projekt zurück. Ursprünglich sollte das Kraftwerke bis zu 2,3 Milliarden Euro kosten und aus zwei Blöcken mit je 800 Megawatt Leistung bestehen.Kein politischer Rückhalt für den Stromanbieter
Das Projekt war auch von Bundeskanzlerin Merkel wiederholt befürwortet worden. Heftige Proteste in den vergangenen Jahren seitens der Umweltverbände und Bürgerinitiativen hatten das Projekt jedoch schon im Vorfeld schwierig gestaltet. Schon im Oktober hatte sich der dänische Stromanbieter von den Plänen zum Bau eines Kraftwerks in Enden verabschiedet. Begründet wurde der damalige Rückzug mit einem Rückgang der Strompreise und der sinkenden Nachfrage insgesamt. Der Rückzug aus Lubmin wurde nach Angaben von Dong Energy notwendig, da man nicht mehr davon ausgehen könne, dass das Projekt den erforderlichen politischen Rückhalt habe. Ministerpräsident Sellering (SPD) sieht dies anders. Seiner Meinung nach habe die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns stets ein faires rechtsstaatliches Genehmigungsverfahren sichergestellt. Es sei die freie Entscheidung des dänischen Stromanbieters, sich aus dem Projekt zurückzuziehen.
Keine Fördermittel der EU
Erst vergangene Woche hatte sich die EU gegen Fördermittel für das Kraftwerk in Lubmin entschieden. Dong Energy hatte gehofft, mit seinem CO2-Abscheidungsprojekt auf mehr Gegenliebe zu stoßen. Doch auch diese Initiative war von Umweltschützern nur als Alibi-Klimaschutz bezeichnet worden. Der Rückzug des Stromanbieters war daher für viele Experten nicht mehr überraschend.
