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Frankreich hofft auf deutsche Stromanbieter als Partner
Frankreich hofft auf deutsche Stromanbieter als Partner15.12.2009, 18:06 Uhr
Beim Ausbau und der Weiterentwicklung der nuklearen Energie setzt Frankreich auf die Kooperation mit ausländischen Partnern, allen voran Deutschland. Der französische Präsident Sarkozy hält eine gemeinsame europäische Energiepolitik für außerordentlich wichtigSarkozy stellte am Montag ein neues, milliardenschweres Programm für Investitionen zum Ausbau der Atomenergie vor. Neben den enormen Investitionen, die vom Ausland erhofft werden, möchte Sarkozy auch ausländisches Personal nach Frankreich holen, da eine große Anzahl von Ingenieuren benötigt würden.Deutsche Stromanbieter gefragt
Als einen Partner dabei denkt Sarkozy an Stromanbieter und Industrieunternehmen aus Deutschland. Er bedauere, dass es keine gemeinsamen energiepolitischen Projekte mehr gebe. Damit spielte er auf den Ausstieg von Siemens bei dem gemeinsamen Nuklearunternehmen Areva NP an. Dass die Atomenergie traditionsgemäß zu den schwierigen Themen in Deutschland gehöre, sei ihm allerdings auch bekannt.
Neue Generation von Kraftwerken
Insgesamt möchte Frankreich im Rahmen des neuen Investitionsprogramms eine Milliarde Euro in neue Atomkraftwerke und deren Entwicklung stecken. Diese neue Generation von Reaktoren werde in der Lage sein, Uran und Plutonium wiederzuverwerten. Somit werde wesentlich weniger Atommüll produziert, so Sarkozy. Französische Zeitungen hatten berichtet, dass sich der deutsche Stromanbieter E.ON wahrscheinlich an dem geplanten Neubau eines Atomkraftwerks der vierten Generation beteiligen möchte. E.ON beabsichtigt, etwa acht Prozent der Anteile an dem neuen Projekt zu erwerben.
