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Französischer Stromanbieter streitet mit Atomkonzern
Französischer Stromanbieter streitet mit Atomkonzern19.01.2010, 18:08 Uhr
In Frankreich ist ein Konflikt zwischen dem Stromanbieter EDF und dem Atomzulieferer Areva eskaliert. Angeblich hat Areva die Entsorgung des Atommülls und die Versorgung mit Brennstäben eingestellt, um Druck bei Vertragsverhandlungen aufzubauenStreit zwischen Stromanbieter und ZuliefererEDF verhandelt derzeit mit Areva über einen neuen Vertrag. Der Übergangsvertrag, der im Jahr 2009 ausgehandelt worden war, wird von Areva nicht für das laufende Jahr verlängert. Der Stromanbieter EDF bezieht seinen Atombrennstoff zum größten Teil von dem Atomkonzern. Den Vorwurf, die Belieferung mit Brennstäben eingestellt zu haben, wies Areva inzwischen zurück. Lediglich die Verarbeitung von Atommüll sei momentan unterbrochen worden.
Stromanbieter benötigt neue Brennstäbe
Schwierigkeiten bei den Vertragsverhandlungen gibt es in erster Linie wegen der Frage, wieviel Geld der Atomzulieferer Areva für die Verarbeitung des Nuklearabfalls vom Stromanbieter erhält. Der streitige Betrag beläuft sich auf etwa 800 Millionen Euro pro Jahr. Der Stromanbieter EDF unterhält derzeit 58 Atomreaktoren in Frankreich, die je nach Ausführung alle 12 bis 18 Monate mit neuen Brennstäben versorgt werden müssen.
