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Drei Viertel aller Deutschen laut Studie von Atomunfall bedroht
Drei Viertel aller Deutschen laut Studie von Atomunfall bedroht19.01.2010, 19:12 Uhr
Bis zu 75 Prozent der Bevölkerung sind nicht ausreichend vor Atomunfällen geschützt, so eine Studie der Deutschen UmweltstiftungBevölkerung nicht ausreichend geschütztDer neue AKW-Gefährdungsatlas, den die Deutsche Umweltstiftung veröffentlicht hat, gibt genaueren Aufschluss über diese Zahlen. Danach ist die dichte Besiedelung Deutschlands das Hauptproblem bei einem Atomunfall. Im für die Sicherheit kritischen Umkreis der zwölf Standorte mit insgesamt 17 Atomkraftwerken, wohnen jeweils zwischen 5,5 und 12,5 Millionen Menschen. Bei diesen Zahlen handelt es sich noch um zurückhaltende Schätzungen.
Atomunfälle würden weite Teile Deutschlands verseuchen
Je nach Wetterlage werden von einem akuten Störfall aber deutlich mehr Menschen im jeweiligen Einzugsgebiet betroffen sein, weswegen letztlich bis zu 75% der Bevölkerung nicht vor einem Atomunfall geschützt werden können. Allerdings ist dabei zu beachten, dass diese Zahl nicht auf einen einzelnen Unfall bezogen werden kann, sondern sich auf die potenzielle Gefährdung durch die Atomkraftwerke in Relation zur Bevölkerungsdichte bezieht. Die Deutsche Umweltstiftung bezeichnet diese Fakten als nicht nur unverantwortlich, sondern menschenverachtend und fordert die Politik zu einem raschen Atomausstieg auf.
