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Störfall in Urananreicherungsanlage
Störfall in Urananreicherungsanlage22.01.2010, 15:20 Uhr
In Deutschlands einziger Urananreicherungsanlage in Gronau/Westfalen ist bei einem Störfall ein Mitarbeiter verstrahlt wordenUranhexafluorid freigesetztWie das Düsseldorfer Wirtschaftsministerium mitteilte, war der Mitarbeiter nach einem Störfall am Donnerstag zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht worden. Um 14.32 Uhr wurde in der Behältervorbereitung eine bislang unbekannte Menge an Uranhexafluorid freigesetzt. Laut Aussage der Betreiberfirma URENCO handelt es sich vermutlich nur um wenige Gramm. Gefahr für die Bevölkerung habe nicht bestanden, da die Radioaktivität nicht in die Umwelt entweichen konnte.
Atomgegner fordern Ende der Urananreicherung
In Gronau befindet sich Deutschlands einzige Anlage zur Urananreicherung. Hier werden Brennstäbe für den Betrieb in Atomkraftwerken angereichert. Atomgegner und die Grünen forderten inzwischen die Stilllegung der Anlage. Der Ausstieg aus der Atomenergie müsse fortgesetzt werden. Eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke in Deutschland wird von den Atomgegnern abgelehnt. Ein TÜV-Gutachten soll nun die Ursache des Störfalls klären.
