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Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Störfall mit Uran
Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Störfall mit Uran26.01.2010, 17:01 Uhr
Nach dem Unfall in der Urananreicherungsanlage Gronau ermittelt nun die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Körperverletzung und Freisetzen ionisierender StrahlungStörfall hat geringe Mengen Radioaktivität freigesetztWie die Frankfurter Rundschau am Dienstag berichtete, hat die Staatsanwaltschaft Münster entsprechende Ermittlungen gegen die Betreiberfirma URENCO eingeleitet. Die Höchststrafe liegt bei den Delikten bei zwei Jahren Haft. Der Störfall hatte vergangene Woche dazu geführt, dass geringe Mengen Uran innerhalb der Urananreicherungsanlage freigesetzt wurden. Nach Angeben der Atomaufsichtsbehörde war etwa ein Sechstel des zulässigen Abgabegrenzwertes pro Woche in die Umgebung abgegeben worden. Daher ist eine Belastung der Bevölkerung durch diese geringe Dosis unwahrscheinlich.
Arbeiter bangt um seine Gesundheit
Verstrahlt wurde allerdings ein Mitarbeiter in Deutschlands einziger Urananreicherungsanlage. Neben einer Kontamination von Beinen und Füßen erlitt der Mann einen Schock. Bislang ist noch unklar, ob der Arbeiter mit weiteren Gesundheitsschäden rechnen muss; Ärzte hatten in Untersuchungen geringe Mengen Uran in seinem Urin nachweisen können.
Siehe auch: Uran im Urin
