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Koalition streitet um Röttgens Ansichten zum Atomausstieg
Koalition streitet um Röttgens Ansichten zum Atomausstieg08.02.2010, 13:54 Uhr
Bundesumweltminister Röttgen (CDU) hat wegen seiner Aussagen zur Atomkraft in seiner eigenen Partei mit Gegenwind zu kämpfen.Keine Akzeptanz für AtomkraftwerkeRöttgen hatte gegenüber der Süddeutschen Zeitung erklärt, dass aufgrund der gesellschaftlichen Widerstände gegen die Atomkraft der Ausstieg möglichst rasch erfolgen solle. Abgeordnete der CDU und verschiedene Landesminister wiesen Röttgen auf den Koalitionsvertrag hin. Röttgen hatte gesagt, dass seine Partei hinsichtlich der Kernkraft bedenken müsse, dass die Bevölkerung dieser Energieform auch nach 40 Jahren noch keine hinreichende Akzeptanz entgegenbringt.
Laufzeiten von 60 Jahren möglich?
Andere Stimmen aus der Unions-Fraktion sehen dies anders. Der CDU-Abgeordnete Fuchs erklärte in einem Interview mit der Welt am Sonntag, dass die klaren Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag auch für den Minister gelten. Ohne Kernkraftwerke seien die Umweltziele auch nicht zu erreichen, so Fuchs. Er hält eine Laufzeit der sicheren deutschen Atomkraftwerke von sechzig Jahren und mehr für möglich.
