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Streit um Atomausstieg belastet Koalition
Streit um Atomausstieg belastet Koalition15.02.2010, 16:09 Uhr
Der Streit um den Atomausstieg belastet weiterhin die Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP. Insbesondere die Äußerungen von Umweltminister Röttgen sorgen für WirbelAlte Atomkraftwerke nicht künstlich am Leben erhaltenDer Streit hat in den letzten Tagen deutlich an Schärfe zugelegt. Politische Maßnahmen zur Rettung von alten Atomkraftwerken, welche nach dem geltenden Recht demnächst vom Netz gehen sollten, lehnt Bundesumweltminister Röttgen (CDU) ab. Neben der Kritik aus der eigenen Partei stößt diese Einstellung vor allem bei der FDP auf Widerstand.
FDP warnt vor weiterem Anstieg der Strompreise
Röttgen verteidigt indes seine Haltung und begründet sie mit dem Koalitionsvertrag, der die Kernenergie eindeutig als Brückentechnologie definiere. Die Brücke müsse enden, wenn die erneuerbaren Energien die Atomkraft verlässlich ersetzen können, so Röttgen. Der Minister warf seinen Kritikern vor, die wirtschaftlichen Chancen zu unterschätzen, die eine neue Energiestruktur biete. FDP-Chef Westerwelle warnt hingegen vor einem weiteren Anstieg der Strompreise, wenn die Atomkraftwerke wie geplant abgeschaltet werden.
