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Stromanbieter Vattenfall will Reststrommengen nicht mehr übertragen
Stromanbieter Vattenfall will Reststrommengen nicht mehr übertragen15.03.2010, 14:17 Uhr
Vattenfall Europe hat den Antrag auf Übertragung der Reststrommengen vom Atomkraftwerk Krümmel auf das in Brunsbüttel zurückgezogenStromanbieter stritt mit UmweltministeriumIm Frühjahr 2007 hatte der Stromanbieter beim Bundesumweltministerium den entsprechenden Antrag zur Übertragung von Stromproduktionsrechten gestellt. Mit dieser gängigen Praxis wollen Stromanbieter die Restlaufzeit bestimmter Atomkraftwerke verlängern. Der Antrag wurde im Jahr 2009 vom damaligen Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) abgelehnt, woraufhin ein Rechtsstreit zwischen dem Stromanbieter und der Bundesregierung entbrannte.
Laufzeitverlängerung verändert Situation für Stromanbieter
Als Begründung für die Rücknahme des Antrags nannte der Stromanbieter die veränderten politischen Rahmenbedingungen. Sie führten dazu, dass die von einer Strommengenübertragung erwarteten betriebswirtschaftlichen Vorteile nicht mehr vorhanden seien, so Vattenfall weiter. Zudem habe sich die Restlaufzeit des Atomkraftwerks Brunsbüttel aufgrund der durch Pannen bedingten Ausfallzeiten seit Mitte 2007 derart verlängert, dass es momentan keine Notwendigkeit mehr gebe, an dem Antrag festzuhalten. Der Stromanbieter geht laut eigener Aussage davon aus, dass die Kraftwerke Brunsbüttel und Krümmel im Verbund mit den anderen Atomkraftwerken des europäischen Vattenfall-Konzerns langfristig sicher betrieben werden können.
