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Röttgen will Bundesamt für Strahlenschutz ausschalten
Röttgen will Bundesamt für Strahlenschutz ausschalten16.03.2010, 14:57 Uhr
Bundesumweltminister Röttgen (CDU) will offenbar dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) die Zuständigkeit für die Endlagerung von Atommüll entziehenPrivatisierung beim Strahlenschutz ?Wie die Berliner tageszeitung am Dienstag berichtete, soll die Behörde nicht länger für die Fragen der Endlagerung zuständig sein. Diese Aufgabe solle entweder an eine neue Behörde übergeben oder an private Unternehmen abgegeben werden. Bestimmte hoheitliche Aufgaben können vom Staat an private Firmen übertragen werden, so wie es beispielsweise bereits bei den TÜV-Autoprüfern der Fall war. Eine ähnliche Lösung werde schon seit längerer Zeit von der Atomwirtschaft gefordert, so der Zeitungsbericht.
Bundesumweltminister favorisiert Endlager Gorleben
Die kritische Haltung zum Endlager Gorleben ist nach Ansicht der tageszeitung ein möglicher Grund für diese Diskussion. Während Bundesumweltminister Röttgen sich am Montag für eine Erkundung des Salzstocks Gorleben als mögliches Atommüll-Endlager ausgesprochen hatte, favorisiert der Präsident des BfS Wolfram König eine vergleichende Standortsuche. Umweltschützer befürchten bei einer möglichen Privatisierung, dass die Produzenten des Atommülls dann auch noch über die Endlagersuche bestimmen könnten.
