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Bundesnetzagentur will Ökostrom durch flexible Strompreise fördern
Bundesnetzagentur will Ökostrom durch flexible Strompreise fördern24.03.2010, 15:53 Uhr
Ein struktureller Wandel mit der Einführung flexibler Strompreise soll nach Ansicht der Bundesnetzagentur den Ausbau erneuerbarer Energien voranbringenStrompreise nach Uhrzeit und Angebot ausrichtenNach Ansicht des Chefs der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, sollte der Ausbau der erneuerbaren Energien durch flexibel gestaltete Strompreise gefördert werden. Die Strompreise müssten sich nach Faktoren wie Angebot und Nachfrage sowie der Uhrzeit richten. Dies soll ein wichtiges Problem der Ökostrom-Erzeuger lösen. Solarstrom und Windenergie sind wetterabhängig und nur schwer vorauszuberechnen. Bei Sturm oder viel Sonnenschein ist mehr Strom verfügbar als in der Nacht und bei Windstille. Dazu kommt die Tatsache, dass in der Nacht erheblich weniger Strom verbraucht wird als am Tag.
Stromanbieter müssen Strompreise nach Bedarf schaffen
Laut Kurth sei ein struktureller Wandel und ein umfassendes Energiemanagement erforderlich, das vom Stromanbieter bis zum Stromkunden alle Ebenen einbezieht. Hier sollen besonders die intelligenten Stromzähler und Stromnetze helfen, die genaue Daten darüber liefern können, wann das Stromangebot höher ist. Denkbar seien erhebliche Rabatte für Stromkunden, wenn diese ihren Strombedarf hauptsächlich gezielt durch verfügbaren Ökostrom decken. Auch Rabatte für Kunden, die ihren Stromverbrauch vom Tag auf die Nacht verlagern, seien möglich, so Kurth weiter. Das Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 intelligente Stromzähler flächendeckend einzuführen, könne nur erfolgreich sein, wenn entsprechende Strompreise und Tarife eingeführt würden.
