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Röttgen gibt bei Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke nach
Röttgen gibt bei Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke nach26.03.2010, 15:42 Uhr
Bundesumweltminister Röttgen (CDU) scheint bei der Frage der Laufzeitverlängerung endgültig überstimmt zu sein.Doch Laufzeitverlängerung von 28 Jahren?Nach übereinstimmenden Berichten verschiedener Zeitungen hat sich Röttgen letztendlich doch bereit erklärt, Laufzeitverlängerungen von bis zu 28 Jahren berechnen zu lassen. Wie das Handelsblatt am Freitag berichtete, habe Röttgen sich mit seinen Kollegen Pofalla (CDU) und Brüderle (FDP) auf diesen Kurs verständigt. Erst am Mittwoch hatte Röttgen noch von einer Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke von maximal 20 Jahren gesprochen. Ursprünglich hatte Röttgen eine Verlängerung der Regellaufzeit von 32 Jahren um lediglich acht Jahre favorisiert.
Brutaler Lobbyismus der Stromanbieter
Dennoch betonen alle Beteiligten, dass über die Laufzeitverlängerung noch nicht endgültig entschieden sei. Es gehe zunächst nur um eine energie- und wirtschaftspolitische Berechnung der möglichen Laufzeiten. SPD-Chef Gabriel kritisierte die Bundesregierung inzwischen heftig. Er sprach von brutalem Lobbyismus, bei dem es nur darum gehe, dass ein Stromanbieter mit einem alten Atomkraftwerk eine Million Euro am Tag verdiene. Es sei unverantwortlich, eine Laufzeit von bis zu 60 Jahren für älteste Schrottmeiler in Erwägung zu ziehen.
