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Baden-Württemberg will kein Atommüll-Endlager im Südwesten
Baden-Württemberg will kein Atommüll-Endlager im Südwesten06.04.2010, 16:29 Uhr
Die Diskussion um einen Standort für die Endlagerung von Atommüll geht weiter. Die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) schließt ein solches Lager in ihrem Bundesland ausÜberlegungen zur Laufzeitverlängerung gerechtfertigtDem Südwestrundfunk erklärte die Ministerin am vergangenen Donnerstag, dass die Frage der Endlagerung eine nationale Frage sei. Man werde sich zunächst einmal auf Gorleben konzentrieren, solange der Salzstock noch nicht abschließend erkundet sei. Außerdem äußerte sie sich zur möglichen Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke, die nach gegenwärtigen Überlegungen eine Gesamtlaufzeit von bis zu 60 Jahren zur Folge haben könnte. Gönner zufolge sei es klug, mit unterschiedlichen Szenarien zu rechnen. Klar sei aber auch, dass es keine Vorfestlegungen gebe.
Suche nach Atommüll-Endlager geht weiter
Von der Opposition kam Kritik. Gönner betreibe einen kurzsichtigen Populismus, so die SPD-Fraktion des Landes. Deren Energieexperte Thomas Knapp erklärte dazu, dass niemand ein Endlager für Atommüll in seiner Nachbarschaft wolle. Die Atompolitik der Regierung sorge aber dafür, dass solche Überlegungen für den Südwesten überhaupt entstünden. Eine Laufzeitverlängerung auf 60 Jahre hätte eine Verdoppelung des anfallenden Atommülls zur Folge, so Knapp weiter. Die Endlagersuche bleibe aber ungelöst, da Gorleben als Atomendlager offensichtlich ungeeignet sei.
