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Brandanschlag auf Stromanbieter Eon
Brandanschlag auf Stromanbieter Eon08.04.2010, 15:57 Uhr
Auf das Verwaltungsgebäude des Energiekonzerns Eon im westfälischen Herford wurde ein Brandanschlag verübtStromanbieter im Fadenkreuz von AtomkraftgegnernIn der Nacht zum Mittwoch warfen Unbekannte einen Molotow-Cocktail auf das Gebäude. Da die Täter die Eingangstür verfehlten, traf das Wurfgeschoss nur die Hauswand und erlosch nach kurzer Zeit von selbst. Dennoch nehmen Polizei und Staatsschutz die Sache sehr ernst und haben eine umfassende Spurensicherung durchgeführt. Zwei weitere Gebäude des Stromanbieters wurden in unmittelbarer Nähe mit Anti-Atomkraft-Parolen beschmiert. Der Sachschaden beträgt etwa 1300 Euro, Menschen kamen nicht zu Schaden. Tagsüber arbeiten etwa 250 Angestellte im Verwaltungsgebäude.
Mehr Proteste wegen Laufzeitverlängerung
Die Proteste gegen Atomkraft und Stromanbieter, die nukleare Anlagen betreiben, haben in den vergangenen Monaten wieder zugenommen. Grund dafür ist nach Ansicht von Experten die bevorstehende Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke, die von der schwarz-gelben Bundesregierung voraussichtlich in diesem Jahr beschlossen wird. Dabei sind Gewalttaten zwar die Ausnahme, haben aber eine lange Tradition in der Anti-Atomkraft-Szene.
