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Atommüll: Greenpeace warnt vor Wassereinbruch in Gorleben
Atommüll: Greenpeace warnt vor Wassereinbruch in Gorleben13.04.2010, 17:20 Uhr
Laut Greenpeace beweisen Dokumente der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), dass sich im Salzstock Gorleben ein Laugenreservoir befindetEndlager von Wassereinbruch bedroht ?Der Kieler Geologe Ulrich Schneider teilte am Dienstag in Berlin mit, dass dieses Wasserreservoir ein Volumen von möglicherweise einer Million Kubikmeter hat. Dies gehe aus den Dokumenten der BGR hervor, die von Greenpeace nun der Öffentlichkeit vorgelegt wurden. Die Umweltschützer hatten seit August letzten Jahres bei zwölf verschiedenen Ministerien und Bundesbehörden Einsicht in Originaldokumente beantragt. Gegenwärtig kann Greenpeace Dokumente aus dem niedersächsischen Umweltministerium, der niedersächsischen Staatskanzlei und der BGR vorlegen. Schneider wies darauf hin, dass ein Salzstock wie Gorleben, der als Endlager für Atommüll gedacht ist, grundsätzlich kein Wasser enthalten dürfe.
Salzstock Gorleben könnte absaufen
Das Wasser könnte nach Ansicht des Geologen das Salz auflösen und die Stabilität des Endlagers gefährden. Zudem sei Gorleben als Endlager von Korrosion bedroht, was sich negativ auf die Langzeitsicherheit für Atommüll auswirke, so Schneider. Sollte sich das Laugenreservoir auf einen Schlag öffnen, würde der Erkundungsbereich fünfmal absaufen. Greenpeace wies ferner darauf hin, dass es nie ein wissenschaftliches Auswahlverfahren für ein Endlager Gorleben gegeben habe. Es sei das willkürliche Ergebnis eines Konflikts zwischen Land und Bund.
