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Verbraucherzentralen: Strompreise könnten 2011 um 10% steigen
Verbraucherzentralen: Strompreise könnten 2011 um 10% steigen23.04.2010, 14:41 Uhr
Für private Haushalte werden nach Einschätzung der Verbraucherzentralen die Strompreise im kommenden Jahr um wenigstens 10 Prozent steigen.Solaranlagen lassen Strompreise ansteigenDas schnelle Wachstum von Solaranlagen sei für die steigenden Strompreise verantwortlich, da die Verbraucher die Anlagen über ihre Stromrechnung mitfinanzierten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. Ein Anstieg von weiteren zehn Prozent sei im kommenden Jahr daher wahrscheinlich. Zwar seien Photovoltaik-Anlagen gut und wichtig, doch müssten der finanziellen Förderung Grenzen gesetzt werden. Der vzbv-Chef Gerd Billen hält eine Kürzung der Förderung um 16 Prozent zum 1. Juli dieses Jahres für notwendig. Eine solche Kürzung war von der Bundesregierung bereits beschlossen worden, doch nach heftiger Kritik aus Industrie und diversen Bundesländern wird die Solarförderung voraussichtlich weniger stark gekürzt.
Stromanbieter legen Einspeisevergütung auf Strompreise um
Grundlage für die Berechnung der steigenden Strompreise sei laut vzbv der erwartete Zuwachs beim Bau von Solaranlagen. Der Verband verwies auf Kapazitäten von mindestens 3800 Megawatt bei neuen Anlagen, die im vergangenen Jahr hinzugefügt wurden. Für dieses Jahr sei mit einem Zuwachs von 8000 bis 10.000 Megawatt zu rechnen. 2011 könnten es sogar bis zu 20.000 Megawatt werden. Der vzbv kritisierte die überhöhten Renditen, die den Anlagenbetreibern über die Garantie des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gegeben werde. Das Gesetz sieht eine feste Einspeisevergütung für Solarstrom vor, deren Kosten in der Regel vom Stromanbieter an die Stromkunden weitergegeben werden.
